Nachgefragt in der SHK-Branche: Trends und Herausforderungen

Mittwoch, 29.04.2020

Trends und Herausforderungen der SHK-Branche, fachlich grundiert.

Der Dekade als solcher scheint es zumindest hierzulande eigen zu sein, dass sie mit einem gesellschaftlich großen Metathema als Paukenschlag den Schlussakkord zum vergangenen Jahrzehnt und damit zugleich die Ouvertüre zum neuen setzt.

Wenn man die Zukunft ökologisch gestalten will, kann man die Haustechnik nicht hoch genug hängen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Quelle: Martin
Wenn man die Zukunft ökologisch gestalten will, kann man die Haustechnik nicht hoch genug hängen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Man erinnere sich nur der Panik, die zum Jahrtausendwechsel breite Kreise der Bruttosozialproduktproduzierenden erfasste, weil die Auguren des digitalen Seins in Gänze den Kollaps der rechnergestützten Wirtschaftssysteme erwarteten. Gut, es kam nicht so; und gut, dass es nicht so kam – außer vielleicht an der einen oder anderen nur eingeschränkt digitalisierten Milchkanne auf dem Lande, die nach heutiger ministerieller Erkenntnis ja ohnehin nicht vernetzt sein muss. Aber der Schaden daselbst hielt sich zwangsläufig in Grenzen, das Thema konnte also zügig abgehakt werden… Nicht minder staatstragend und gefährdend produzierte sich zehn Jahre später erst Thilo Sarrazin selbst und der Ex-Berliner-SPD-Finanzsenator dann über selbige Personalie entsprechende Schlagzeilen. Als Autor von „Deutschland schafft sich ab“ schrieb er mit durchaus gewagten – um nicht zu sagen: kühnen – Thesen bekanntlich das nahende Ende des gesellschaftlichen Seins im zeitgleich Vuvuzela-bedröhnten schwarz-rot-goldenen (Deut)Schland herbei. Und mag sich vielleicht noch heute wundern, dass den meisten Mitbürgerinnen und Mitbürgern nach dem Sturm im TrinkwV-geprüften Wasserglas die Erbsensuppe aus der Gulaschkanone noch genauso schmeckt wie der Döner aus der Imbissbude vom türkischen Nachbarn oder die Falafel vom arabischen…

In vielen halböffentlichen Sanitäranlagen (hier: einem Gebäude der freiwilligen Feuerwehr) besteht akuter Sanierungsbedarf – zweifellos ein maßgeblicher „Trend“, der trotz voller öffentlicher Kassen noch eine Weile anhalten wird…
Quelle: Martin
In vielen halböffentlichen Sanitäranlagen (hier: einem Gebäude der freiwilligen Feuerwehr) besteht akuter Sanierungsbedarf – zweifellos ein maßgeblicher „Trend“, der trotz voller öffentlicher Kassen noch eine Weile anhalten wird…

Der breiten Masse aber war und ist der Sarrazinsche Aufklärungsfuror wohl eher gleich geblieben und vielleicht schon damals wie heute nur deshalb erst kalt den Rücken hinunter und in der Folge dann nicht besser temperiert am verlängerten selbigen vorbei gelaufen, weil sich auch dadurch die Tonalität im Umgang miteinander in einer beispiellosen Weise und Schnelligkeit verschärfte. Davon hat und sollte sich, bestätigt jetzt der Beginn der 20er-Dekade, die Gesellschaft allerdings nicht wirklich erholen: Die verbale Interaktion zwischen – Achtung: neues Meta-Thema mit ganz vielen Buzz-Words – den Klima-Kids und den vielen weiteren selbst ernannten „Aktivisten zur Weltenrettung“ auf der einen Seite und jenen, die den beliebten und gerne belasteten Wellfare-Staat in 40-und-mehr-Stunden-an-5-Tagen-in-der-Woche-Jobs am Laufen halten, hat so stark an Schärfe und Unversöhnlichkeit zugenommen, dass sie einer sachlichen und sachkundigen Ausei­nandersetzung aktuell konträr zugegen läuft. Obwohl es ja, gänzlich losgelöst von streckenweise fundamentalistisch-religiös aufgezogenen Klimatheorien, durchaus genug Herausforderungen und Themen in Sachen Umweltschutz und Lebensqualität für alle gäbe – und damit entsprechenden Handlungsbedarf. Man müsste nur anfangen, miteinander zu reden, Lösungsstränge zu entwickeln und dann etwas zu tun.

Der öffentliche Diskurs um die „Klimarettung“ hat streckenweise eine – sagen wir mal so – schwierige Tonalität. Wie dieser (Quelle: Lüdenscheider Nachrichten) Vordenkeranspruch, der in leicht anderer Formulierung schon mal einen Vorläufer hatte…
Quelle: Martin
Der öffentliche Diskurs um die „Klimarettung“ hat streckenweise eine – sagen wir mal so – schwierige Tonalität. Wie dieser (Quelle: Lüdenscheider Nachrichten) Vordenkeranspruch, der in leicht anderer Formulierung schon mal einen Vorläufer hatte…

Das wiederum setzt aber über anstelle gestanzter Schlachtrufe und häufig genug falsch, weil mit „2 ohne Tiefstellung“ geschriebener Kohlenstoffdioxid-Parolen auf putzig bemalten Papptäfelchen bei Vorschul-Demos hinaus eine gewisse Bodenhaftung und Realitätsnähe voraus, die gleichermaßen von der bereits eingeforderten Sachkunde wie von der Bereitschaft, mit kleinen Schritten langsam zu großen Ergebnissen zu kommen, lebt.

Beispielsweise durch jene Entwickler aus der Heiztechnikbranche, die aus einem massenkompatiblen und gerade deswegen unverzichtbaren Gas-Brennwertkessel Jahr für Jahr noch ein paar Prozentpunkte mehr Effizienz herauskitzeln – und so den Primärenergieeinsatz kontinuierlich weiter reduzieren, konkret messbar und damit umso wirksamer. Oder die Forscherinnen und Forscher, die Ingenieurinnen und Ingenieure, die derzeit zur Absenkung der Systemtemperaturen von Trinkwasser warm forschen – und so mittelfristig genau dasselbe Ziel erreichen, nämlich ebenfalls einen deutlich verringerten Primärenergieverbrauch mit entsprechend reduziertem CO2-Ausstoß. Das alles aber bei weitem nicht so spektakulär, weil technisch-faktisch grundiert und damit per se in der Notwendigkeit, sich mühsam mit definierbaren Ursache-Wirkung-Beziehungen auseinandersetzen zu müssen, wie jene lautstark auf dem Marktplatz skandierten „Überzeugungen“, die ihre Existenzfähigkeit aus ganz viel Meinung, kollektivem Gemeinschaftserleben und möglichst wenig Fakten-basierter Reflexion beziehen.

Das bringt keine großen Schlagzeilen auf dem Boulevard, aber den CO2-Ausstoß messbar nach unten und damit den Umweltschutz konkret vorwärts: die vermeintlich „klein/kleinen“ Entwicklungsschritte aus der Heiztechnik, die aufaddiert signifikant zur Senkung des Primärenergiebedarfs beitragen.
Quelle: Martin
Das bringt keine großen Schlagzeilen auf dem Boulevard, aber den CO2-Ausstoß messbar nach unten und damit den Umweltschutz konkret vorwärts: die vermeintlich „klein/kleinen“ Entwicklungsschritte aus der Heiztechnik, die aufaddiert signifikant zur Senkung des Primärenergiebedarfs beitragen.

Und genau aus eben diesem Grunde hat die Redaktion des SanitärJournals bei Meinungsbildnern der Branche jetzt einmal nachgefragt, wie sie die geschäftlichen Aussichten für das Jahr 2020 beurteilen, welche Trends zu erwarten sind und mit welchen Herausforderungen wir alle es in den kommenden Monaten insbesondere zu tun haben werden. Denn die großen Schlagzeilen mögen auf der nicht minder großen Bühne gemacht und von maßgeblichen Meinungsbildnern geleitet werden, die spektakulären Rahmensetzungen genauso – das Tagesgeschäft aber mit all seinen ausdifferenzierten Feinheiten stellt letztlich die konkreten Weichen, wie wir im Wissen um gesamtgesellschaftliche Verantwortung das Morgen gestalten und welchen „haustechnischen“ ökologischen Fußabdruck wir hinterlassen, wenn wir die Betrachtung mal etwas weiter aufziehen als es das plakativ-stumpfe SUV-Fahrer-Bashing vormacht…

Walter Zinser, Geschäftsführer der Palette CAD GmbH
Quelle: Martin
Walter Zinser, Geschäftsführer der Palette CAD GmbH

„Wir sehen bei uns eine steigende Nachfrage nach BIM-fähigen Produktkatalogen.“

Geschäftliche Aussichten 2020

„Wir erwarten für die Sanitär- und Badbranche, dass sich das Nebeneinander von klassischem Vertrieb und Online-Vertrieb weiter verstärkt und an Bedeutung gewinnt. Das wird auch Auswirkungen auf die Rollenverteilung zwischen Herstellern, Großhändlern und Handwerkern haben. Hersteller und der Großhandel investieren aktuell in die Digitalisierung ihrer Produkte und Angebote, um digital am Ort der Entscheidungsfindung und Bemusterung präsent zu sein. Wir sehen bei uns zum Beispiel eine steigende Nachfrage nach BIM-fähigen Produktkatalogen. Der Online-Wettbewerb führt tendenziell zu sinkenden Margen und macht es notwendig, Prozesse effizienter zu gestalten.

Zu erwartende Trends

Online-Konfiguratoren etwa für Bäder gewinnen weiter an Bedeutung, wobei es natürlich darauf ankommt, diese digitalen Angebote auch effizient in die Betriebsabläufe zu integrieren. Das ist eine ziemliche Herausforderung, der sich die Hersteller und der Großhandel werden stellen müssen. Im Handwerk erwarten wir weiterhin eine hohe Auslastung und Kapazitätsengpässe. Diese an sich sehr komfortable Situation kann aber auch leicht zur Falle für das klassische Handwerk werden, wenn die rechtzeitige Anpassung an digitale Abläufe verschlafen wird. Letztlich wird auch das Handwerk durch digitale Vergleichs- und Vermittlungsportale und durch vorgefertigte Lösungen der Industrie unter Margendruck geraten, dem sich die Handwerker rechtzeitig stellen sollten.

Herausforderungen

Für uns steht 2020 vor allem unsere virtuelle Ausstellung „Palette Showroom“ für die Badberatung im Fokus. Die Software ist ein schönes Beispiel für durchgängige digitale Prozesse und nutzt die Palette-Cloud, um gezielte Beratung in einer Fachausstellung, digitale Kundenkommunikation und effektive Internetpräsenz miteinander zu kombinieren.

Dr. Günter Stoll, Vorsitzender der Grünbeck-Geschäftsführung
Quelle: Martin
Dr. Günter Stoll, Vorsitzender der Grünbeck-Geschäftsführung

„Generell ist es für die Hersteller eine Herausforderung, das Fachhandwerk von neuen und innovativen Produkten zu begeistern.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Aufgrund der guten Aussichten im Baugewerbe, der weiterhin vollen Auftragsbücher der Fachhandwerker sowie der vorgesehenen Subventionen aus öffentlichen Mitteln für private Neubauten durch das Baukindergeld gehen wir auch für 2020 von einer anhaltend guten geschäftlichen Entwicklung in unserem SHK-Marktsegment aus. Wir beobachten jedoch auch, dass sich vor allem die Industrie hinsichtlich von Großprojekten eher zurückhaltend verhält. Insgesamt schauen wir daher verhalten positiv auf das Jahr 2020.

Zu erwartende Trends

Effizienter, schneller und transparenter: Aus Endkundensicht wird sich der Trend der direkten und schnelleren Kommunikation mit Herstellern, Handwerkern sowie auch Produkten fortsetzen. Durch digitale Prozesse und Möglichkeiten der Anbindung von Produkten an digitale Services wie Cloud-Dienste müssen die Kommunikationswege analog dazu ebenfalls professioneller werden.

Herausforderungen

Aufgrund der personellen Engpässe und auch der Nachwuchsprobleme gerade im SHK-Handwerk und der daraus resultierenden extrem hohen Auslastung kann – obwohl eine hohe Nachfrage von Endkunden vorhanden wäre – nur eine begrenzte Anzahl an Produkten verbaut werden. Generell ist es für die Hersteller eine Herausforderung, das Fachhandwerk von neuen und innovativen Produkten zu begeistern, um sie in ausreichender Zahl auf den Markt zu bringen.

Thomas Werner
persönlich haftender Gesellschafter 
der Cordes & Graefe KG, der Holding der GC-Gruppe
Quelle: Martin
Thomas Werner, persönlich haftender Gesellschafter der Cordes & Graefe KG, der Holding der GC-Gruppe.

„Um die Klimawende erfolgreich zu gestalten, müssen wir Antworten auf die Frage finden, wie wir das Notwendige mit dem Möglichen verbinden.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Wir erwarten für das laufende Jahr grundsätzlich ein stabiles Wachstum. Allerdings befinden wir uns in dynamischen Zeiten und sind abhängig von verschiedenen externen Faktoren: Welchen Einfluss nimmt beispielsweise die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auf unsere Branche? Wie werden die Förderungen der Bundesregierung das Heizungsgeschäft beflügeln? Und schließlich: Wird es unseren Kunden vom Fachhandwerk in diesem Zusammenhang gelingen, mehr Kapazitäten aufzubauen, um mehr Aufträge annehmen und umsetzen zu können?

Zu erwartende Trends

Vor dem Hintergrund des Nachwuchsmangels im Fachhandwerk stehen verstärkt innovative Lösungen im Fokus, die dem Handwerksbetrieb in seinem Tagesgeschäft helfen, Prozesse effizienter und schneller zu machen. Für mehr Kapazität und mehr Freiräume. In diesem Bereich haben wir in der Logistik mit „CarLoad“, der Direktlieferung in das Monteurfahrzeug und mit unserem Service „GC24-EXPRESS“ bereits im letzten Jahr zwei zukunftsweisende Lösungen im Markt etabliert. Darüber hinaus wollen wir das Fachhandwerk massiv bei der Heizungssanierung unterstützen. (…) Mit unserer Hybridlösung „System Sanierung“ bieten wir einen risikolosen Übergang in ein zukunftssicheres und deutlich CO2-einsparendes Heizsystem, das mit einfachen Mitteln ermöglicht, einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Herausforderungen

Die eingangs erwähnte Kapazitätsfrage und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gerade im Bereich der Klimapolitik werden die Branche weiterhin begleiten. Alle Partner der Fachschiene sind hier gefragt, gemeinsam effiziente und zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln. Um die Klimawende erfolgreich zu gestalten, müssen wir Antworten auf die Frage finden, wie wir das Notwendige mit dem Möglichen verbinden.

Reiner Pauli, Geschäftsführender Gesellschafter der MEPA – Pauli und Menden GmbH.
Quelle: Martin
Reiner Pauli, Geschäftsführender Gesellschafter der MEPA – Pauli und Menden GmbH.

„Es ist unerlässlich, dass zum Beispiel Migranten ausbildungs- und arbeitstechnisch schneller integriert werden.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Das Marktumfeld ist hierzulande stabil, die Baukonjunktur boomt. Daran wird sich meines Erachtens auf unserem Heimatmarkt auch dann nicht viel ändern, wenn sich die gesamtwirtschaftliche Lage wider Erwarten deutlich verschlechtern sollte. Und da wir bei MEPA mit unserer Produkt- und Geschäftspolitik für die Zukunft gut aufgestellt sind, bin ich für 2020 insgesamt durchaus optimistisch.

Zu erwartende Trends

Ich möchte zunächst einen Trend nennen, der uns als Pionier in der Wanneneinbautechnik direkt betrifft und auf den wir uns frühzeitig eingestellt haben: Duschen werden nicht nur immer flacher, sondern auch größer. Für eine komfortable Walk-In-Dusche, die noch dazu barrierefrei vorbereitet und generationsübergreifend nutzbar ist, verzichten heute viele Endkunden auf eine Badewanne. Für den stabilen und schallgedämmten Einbau von Duschen bieten wir mit unseren Montagerahmen handwerkerfreundliche Qualitätslösungen, bei denen unsere legendären Wannenfüße nach wie vor eine zentrale Rolle spielen. Der Montagerahmen ist sozusagen der Wannenfuß von heute. Generell rechne ich damit, dass sich die Wertigkeit des privaten Bades noch stärker in Richtung wohnliches Bad mit Wellnesscharakter weiterentwickeln wird. Beim Thema „Smartes Bad“ bin ich vorsichtig. Umfragen haben kürzlich ergeben, dass eine digitale Vernetzung des heimischen Domizils bei den Endkunden ziemlich weit unten auf der Wunschliste steht.

Herausforderungen

Nummer eins ist ohne Frage der Fachkräftemangel. Auch auf Grund der steigenden Bevölkerung in Deutschland ist der Bedarf an neuem und saniertem Wohnraum immens hoch. Bei Kindertagesstätten, Schulen und vielen anderen Gebäuden sieht es nicht viel anders aus. Da jedoch Bauunternehmen und fast alle Gewerke des Handwerkes nach wie vor durch gewaltige Kapazitätsengpässe belastet werden, kann der immense Bedarf nicht annähernd gedeckt werden. Es ist daher unerlässlich, dass zum Beispiel Migranten ausbildungs- und arbeitstechnisch schneller integriert werden. Darüber hinaus ist es notwendig, verstärkt Umschulungsmaßnahmen anzubieten für Personen, die in „aussterbenden“ Berufen beziehungsweise Branchen tätig sind/waren. Luft nach oben sehe ich außerdem in der dualen Ausbildung.

Günter Dülk, Geschäftsführender Gesellschafter der WimTec Sanitärprodukte GmbH.
Quelle: Martin
Günter Dülk, Geschäftsführender Gesellschafter der WimTec Sanitärprodukte GmbH.

„Leider bleibt das Problem der nicht vorhandenen Montagekapazitäten aufgrund des Facharbeitermangels weiterhin bestehen.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Das Jahr 2019 war für WimTec sehr erfolgreich, und für 2020 blicken wir sehr positiv in die Zukunft. Wir sehen, dass es von uns richtig war, schon frühzeitig auf den Trend zur Digitalisierung zu setzen: Heute bietet WimTec für Trinkwasserhygiene ein sinnvolles Gesamtkonzept, vom Einfamilienhaus bis zum Universitätsklinikum im Bestand sowie für Neubau.

Zu erwartende Trends

Das revolutionäre Gesamtkonzept von WimTec-„HyPlus“ stellt aufgrund der intelligenten Freispül-Automatik alle hygienischen Ansprüche sicher. Dank Abschalt-Automatik fließt Wasser, wenn es benötigt wird, was Wasser- und Energieverbrauch verringert. Intelligente Freispül-Automatiken setzen zum Freispülen der Leitungen zudem nur so viel Wasser ein, wie notwendig. Die Elektronik ist in wenigen Schritten an die Örtlichkeiten anpassbar, Ausgabeeinstellungen können gespeichert und auf weitere baugleiche Ausgabestellen übertragen werden. Das neue Infrarot-Tablet „WimTec REMOTE“ erlaubt das einfache und komfortable Einstellen, Steuern und Auslesen in Batterie- und Strombetrieb. Betreiber können so ihre Maßnahmen in nachvollziehbarer Weise dokumentieren. Zur Anlagendokumentation verfügt das Tablet daher über eine Export-Funktion, mit der alle Geräteinformationen und Einstellungen der Wasserabgabestelle als PDF-Datei, bzw. ab 1. April 2020 auch als CSV-Datei, gespeichert werden können. Der Datenexport erfolgt mittels W-LAN oder sicher via Micro SD-Karte. (…)

Herausforderungen

Leider bleibt das Problem der nicht vorhandenen Montagekapazitäten aufgrund des Facharbeitermangels weiterhin bestehen. Hinzu kommt, dass Bauvorhaben in halböffentlichen und öffentlichen Bereichen hiervon besonders betroffen sind.

Michael Bader, Geschäftsführer der magnetic GmbH & Co. KG.
Quelle: Martin
Michael Bader, Geschäftsführer der magnetic GmbH & Co. KG.

„Wie sich die Politik entwickelt, ist nicht gerade förderlich für Umsatzwachstum.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Die geschäftlichen Aussichten für das Jahr 2020 beurteile ich grundsätzlich positiv. Aufgrund der Probleme in der Automobilindustrie wird es jedoch nicht einfach werden. Auch die mangelnde Sicherheit, wie sich die Politik entwickelt, ist nicht gerade förderlich für Umsatzwachstum. Inwieweit sich das bereits 2020 auch auf das Handwerk niederschlägt, ist schwer zu beurteilen, jedoch spätestens in den nächsten zwei bis drei Jahren müssen wir hier mit Einbrüchen im Wirtschaftswachstum rechnen.

Herausforderungen

Die Herausforderung wird es sein, sich unabhängig von Trends stabil aufzustellen und sich auf seine eigenen Werte zu besinnen. Aufgrund der mangelnden Fachkräfte werden die Preise und auch die Löhne im Handwerk nach oben gehen. Wenn die Handwerksbetriebe den Mut haben, die Preise entsprechend anzuheben, kann sich dies durchaus positiv auf einzelne Betriebe auswirken.

Lutz Ruppel, Geschäftsführer der Duschking Vertriebs GmbH.
Quelle: Martin
Lutz Ruppel, Geschäftsführer der Duschking Vertriebs GmbH.

„Gefragt sind Systemlösungen und nicht einzelne Produkte.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Grundsätzlich gehen wir positiv in das Jahr. Der Trend zum Betongold wird sicher bestehen bleiben, wenn auch etwas abgeschwächter. Viele eher rein politische Problemstrukturen werden sich auf das Kaufverhalten auswirken und bei einigen Verbrauchern eher Zurückhaltung erzeugen.

Zu erwartende Trends

Die Nachfrage nach intelligenten Lösungen zur altersgerechten Gestaltung des Badezimmers, ohne direkt komplett neu zu bauen, sehen wir schon alleine auf Grund der demographischen Entwicklung als gesichert an. Gefragt sind hier Systemlösungen und nicht einzelne Produkte.

Herausforderungen

Die Herausforderung der Branche wird es sein, der bestehenden guten Nachfrage zeitakzeptabel und hochqualitativ gerecht zu werden. Dies bedarf einer spürbaren Investition in die Gewinnung von Fachpersonal. Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung sind das Gebot der Stunde. Ebenso muss das Handwerk eine Antwort auf die immer größer werdende Einflussnahme des Großhandels auf das Endverbrauchergeschäft finden. 2020 – ein gutes aber spannendes Jahr.

Michael Pohl, Roth Verkaufsleiter Sanitär.
Quelle: Martin
Michael Pohl, Roth Verkaufsleiter Sanitär.

„Hersteller entwickeln vermehrt integrierte Systemlösungen mit höherer werksseitiger Vormontage.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Wir erwarten für das Jahr 2020 eine leicht positive Entwicklung für die Roth Glas- und Komplettduschen sowohl im Neubau als auch in der Renovierung. Das entspricht dem Trend der Bautätigkeit. Das statistische Bundesamt meldet 1,3 Prozent mehr Baugenehmigungen für Januar bis November 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum für neue und bestehende Gebäude. Zudem beleben aktuelle Programme der Pflegekassen oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau die Initiativen von Bauherren für einen barrierefreien Badumbau.

Zu erwartende Trends

Ein Riesentrend ist das altersgerechte Bauen und Renovieren. Die Gesellschaft wird älter – Menschen möchten im Alter am liebsten zuhause leben. Der Bedarf nach barrierefreien und altersgerechten Sanierungslösungen besonders im Bad wächst. Ein weiterer Trend geht zu einem breiteren Angebot an Komplettsystemen. Hersteller entwickeln vermehrt integrierte Systemlösungen mit höherer werksseitiger Vormontage (…). Bei den Designs bestimmen klare rechteckige Formen mit kleinen Radien die Formsprache. Zudem ist Farbe wieder ein Thema fürs Bad und eröffnet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Besonders Schwarz ist im Kommen und sorgt für einen modernen Look (…). Bei Duschwannen gewinnt Mineralguss immer mehr an Bedeutung, da die Produkte aus dem hochwertigen Werkstoff sich gut, sicher und stabil verarbeiten lassen. Auch hier gehen wir mit dem Trend und präsentieren dieses Jahr unser neues Mineralgussduschwannen-Programm „Roth Marmo Neo“. (…)

Herausforderungen

Ziel ist, unser Serviceangebot weiter auszubauen und komplette Systeme mit einem ausgereiften Servicepaket aus einer Hand anzubieten. Damit stärken wir das SHK-Fachhandwerk, da es zurzeit mit Engpässen durch hohe Nachfrage und anhaltendem Fachkräftemangel zu kämpfen hat. Aus diesem Grund haben wir etwa das „Vinata“-Partnernetzwerk mit einem umfassenden Servicepaket zur Marktbearbeitung von kurzfristigen Bad-Teilsanierungen entwickelt.

Manfred Stratmann, Vertriebsleiter Deutschland der Hansa Armaturen GmbH.
Quelle: Martin
Manfred Stratmann, Vertriebsleiter Deutschland der Hansa Armaturen GmbH.

„Neben dem verstärkten Einsatz digitaler Funktionen sehen wir große Potentiale für gesundheits-fördernde Produkte.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Mit über 100 Jahren Erfahrung auf dem Markt für Armaturen und Duschsysteme steht Hansa für Produkte, deren durchdachtes Design und moderne Technologie vollkommen darauf ausgerichtet sind, Ressourcen zu sparen, das Wohlbefinden der Endverbraucher zu steigern und seine Partner bestmöglich zu unterstützen. Als Teil der Oras-Group sind wir dabei mit umfassenden Synergien sowie gebündelter Inhouse-Kompetenz bereit für die Zukunft.

Zu erwartende Trends

Aufgrund der für 2020 prognostizierten Rahmenbedingungen im Bauhauptgewerbe erwarten wir eine stabile Entwicklung der Haustechnikbranche auf hohem Niveau. Die für 2020 geplanten Förderungen der Bundesregierung für Heizungssysteme haben das Potential, den Wettkampf der Sanitärbranche um begrenzte Montagekapazitäten weiter zu entfachen. Eine hohe Kapazitätsauslastung, Zeitdruck und Fachkräftemangel werden uns auch im Jahr 2020 begleiten. Daher ist es als langjähriger Partner des Fachhandwerks unser Ziel, die SHK-Profis bestmöglich in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Dabei fokussieren wir uns auf professionelle und innovative Lösungen, die es unseren Partnern ermöglichen, ihre Effizienz zu optimieren, Montagezeiten zu verkürzen und somit ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern bzw. auszubauen.

Herausforderungen

Von Apps als Schnittstellen für eine einfache Dokumentation, Einstellung und Wartung über bluetooth-fähige Armaturen bis hin zu BIM-Daten zur effizienten Planung von Bauprojekten liefert Hansa hier umfangreichen Support. Neben dem verstärkten Einsatz digitaler Funktionen sehen wir große Potentiale für gesundheits-fördernde Produkte und für Lösungen, die das tägliche Leben in allen Lebensphasen erleichtern. (…) Ebenso unterstützen wir mit funktionalen, flexiblen und ergonomischen Produkten, wie der neuen Badserie „HansaCARE“, das altersgerechte Wohnen sowie maximale Sicherheit und Komfort im immer bedeutender werdenden Mehrgenerationenhaushalt.

Knut Bartsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kermi GmbH.
Quelle: Martin
Knut Bartsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kermi GmbH.

„Wir befürchten, dass sich durch das Klimaschutzpaket der Bundesregierung die Lage für die Abarbeitung der Aufträge im Badbereich noch weiter zuspitzt, da sich die Handwerksbetriebe auf das Thema Heizung konzentrieren könnten.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Das Jahr 2020 steht bei Kermi Duschdesign ganz im Zeichen des 44-jährigen Duschkabinenjubiläums. Seit nunmehr 44 Jahren entwickelt, produziert und vermarktet Kermi erfolgreich Duschkabinen und kann heute auf eine große Erfolgsgeschichte zurückblicken, die wir in 2020 mit umfangreichem Know-how und neuen, exklusiven Jubiläumsartikeln weiter fortschreiben wollen. Die geschäftlichen Aussichten für dieses Jahr sehen wir, auch vor diesem Hintergrund, als grundsätzlich positiv an. Insbesondere durch den hohen Renovierungsbedarf ist die Nachfrage nach unseren barrierefreien Duschlösungen und unserer Problemlösungskompetenz für anspruchsvolle Badsituationen sehr hoch. Das Interesse und die Bereitschaft der Verbraucher, das Badezimmer altersgerecht und vorausschauend umzugestalten, nimmt nicht zuletzt auch durch die Verfügbarkeit bezahlbarer und formschöner Angebote zu. Durch ein sehr breites TÜV- und CE-geprüftes Produktprogramm in Verbindung mit einer flächendeckend, verfügbaren Ausstellungs- und Beratungspräsenz wird Kermi in Zukunft das Sanitär- und Heizungshandwerk, zusammen mit den etablierten Partnern im Großhandel, bestens unterstützen.

Zu erwartende Trends

Trend 2020 ist eine Badgestaltung mit markanten Akzenten. Ein urbaner Stil mit einem eigenen, stilvollen Stempel. Farblich ist Schwarz nach wie vor Trend, denn dadurch wirkt das Badezimmer immer modern und elegant. Eines unserer Trendprodukte 2020 ist die Walk-In Version der „NICA“-Gleittür, offen zugänglich und mit charakteristischer Soft-Open und Soft-Close-Funktion. NICA ist auch Bestandteil der neuen Dark-Edition von Kermi. Diese umfasst fünf Programme, deren Serienartikel in neuem, edlem Schwarz-Soft-Look erscheinen. (…)

Herausforderungen

Wie allseits bekannt, sind die Kapazitäten der Handwerker derzeit ausgeschöpft und viele Betriebe bereits gezwungen, Aufträge abzulehnen. Wir befürchten, dass sich durch das Klimaschutzpaket der Bundesregierung die Lage für die Abarbeitung der Aufträge im Badbereich noch weiter zuspitzt, da sich die Handwerksbetriebe auf das Thema Heizung konzentrieren könnten. Infolgedessen wird es vor allem in 2020 für die Sanitärhersteller besonders darauf ankommen, die enge Zusammenarbeit mit Handel und Handwerk möglichst effizient und zum beiderseitigen Nutzen auszubauen. Alle Partner von Kermi können sich dabei auch in 2020 auf eine sehr hohe Qualität der Daten, viel Detailkenntnis und Herzblut für das Produkt Duschabtrennung verlassen.

Achim Maiworm, Gesamtleiter Vertrieb/Marketing bei Kemper sowie Geschäftsführer des Haustechnik Software-Unternehmens Dendrit.
Quelle: Martin
Achim Maiworm, Gesamtleiter Vertrieb/Marketing bei Kemper sowie Geschäftsführer des Haustechnik Software-Unternehmens Dendrit.

„Die Gebäudeautomation wird zukünftig eine neue zentrale Rolle spielen.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Trotz der international schwächelnden Konjunktur erwarten wir auch im Jahr 2020 im Bereich der Gebäudetechnik ein weiteres Umsatzwachstum. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Jahr 2019 (~ 5 Prozent Zuwachs) gehen wir in 2020 von einer ähnlichen Größenordnung aus. Ebenso positiv sehen wir unsere Aktivitäten in den europäischen Nachbarländern. Dies hat uns motiviert, in unseren Tochtergesellschaften UK/Irland, NL/Belgien, Dänemark, Österreich, Tschechien und in der Schweiz deutlich in Personal und landesspezifische Produkte zu investieren. Wir erwarten hier Wachstumsraten von ca. 12 bis 15 Prozent.

Zu erwartende Trends

Die ganzheitliche Betrachtung von Gebäuden, eingebunden in ein komplexes Angebot von völlig neuartigen Service- und Dienstleistungskonzepten, sehen wir hier im Vordergrund. Die Gebäudeautomation wird zukünftig eine neue zentrale Rolle spielen. Inspektion, Wartung und Monitoring, eingebunden in Betriebsoptimierungskonzepte, stehen sicherlich im Vordergrund. Wir sehen hier eine große Chance, auf diesem neuen ganzheitlichen Systemverständnis neue Tätigkeitsfelder und Dienstleistungen zu entwickeln, zu konzipieren und anbieten zu können. Ein Beispiel dafür ist die Neuentwicklung unseres Kaltwasserzirkulationssystems „CoolFlow“. Diese Entwicklung ist ein weiterer Baustein des bereits sehr erfolgreichen Kemper-Trinkwasserhygienesystems KHS. Hier erreichen wir nicht nur ökologisch wertvolle Ergebnisse, sondern begleiten den Fachplaner und Betreiber entlang des ganzen Workflows. Das heißt konkret, dass wir ihn auch in diesem Bereich mit unserem Software-Haus Dendrit (Tochtergesellschaft) im Rahmen der Digitalisierung optimal mit aktuellster Berechnungssoftware unterstützen. Digitalisierung bedeutet hier für uns die Bereitstellung von Datenformaten entlang der ganzen Wertschöpfungskette. Eine Basis auch für BIM, eine Planungsmethodik, die für alle Beteiligten, Architekten, Fachplaner etc. zukünftig unverzichtbar sein wird.

Herausforderungen

Als wesentliche Herausforderung sehen wir wie andere auch das Problem im Bereich des Fachhandwerks. In welchen Zeiträumen werden wir es schaffen, junge Menschen wieder für ein fantastisches Handwerk zu begeistern? Wie schnell kann hier ein gesellschaftlicher Wandel erfolgen, weg von der „Akademisierungswelle“ zu modernen handwerklichen Tätigkeitsprofilen? Sonst könnte es zu erheblichen Engpässen und Umsetzungsproblemen kommen. Aktuelle Verschiebungen von Projekt- und Zeitplanungen waren in 2019 bereits deutlich feststellbar.

Gunnar Modreker, Niederlassungsleiter DACH bei SANIBROY SFA.
Quelle: Martin
Gunnar Modreker, Niederlassungsleiter DACH bei SANIBROY SFA.

„Das Bauvolumen befindet sich gleichbleibend auf hohem Niveau, verarbeitende Kapazität bleibt knapp.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Die geschäftlichen Rahmenbedingungen für DACH sehe ich weiterhin positiv: Das Bauvolumen befindet sich gleichbleibend auf hohem Niveau, verarbeitende Kapazität bleibt knapp – trotz wachsender Unsicherheit und erster Abschwächungen der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur (Frühindikatoren wie Chemieindustrie, Maschinenbau etc.).

Zu erwartende Trends

Für den Sanitärmarkt erwarte ich 2020 stabile Geschäfte und eine positive Entwicklung.

Herausforderungen

Wir werden in diesem Jahr sehr viele neue Produkte einführen, und bestehende Produktlinien haben wir hinsichtlich höherer Installations- und Wartungsfreundlichkeit weiterentwickelt, zum Beispiel die „Sanicom“-Hebeanlagen für Grauwasser. Die Serie verfügt über ausbaubare Motoren und Füllstandsensoren für eine leichtere Wartung. Des Weiteren werden wir unseren After-Sales Service entsprechend der möglichen Erfolgspotentiale ausbauen. Wir wollen Mehrwerte im Hinblick auf langfristige Kundenzufriedenheit und -bindung schaffen und die Erwartung einer ständigen und schnellen Verfügbarkeit von Produkten, Zubehör und Ersatzteilen noch stärker gerecht werden.

Christof Schmidt, Vertriebsleitung DACH bei der aquatherm GmbH.
Quelle: Martin
Christof Schmidt, Vertriebsleitung DACH bei der aquatherm GmbH.

„Ziel muss es sein, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den Installateur vor Ort zu unterstützen.“

Zu erwartende Trends

Zwei Trends werden im Jahr 2020 im Bereich der Sanitärtechnik eine große Rolle spielen: die Weiterentwicklung der Digitalisierung und der Bedarf nach vorgefertigten Komponenten. Bereits in den vergangenen Monaten haben wir in diesen Bereichen eine gesteigerte Nachfrage verzeichnet und sehen hier einen Wachstumsmarkt, den wir im laufenden Jahr bedienen möchten.

Herausforderungen

Ziel muss es sein, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den Installateur vor Ort zu unterstützen. Mit der Bereitstellung von digitalen Datensätzen und vorgefertigten Komponenten, die auf der Baustelle nur noch zusammengefügt werden müssen, kann uns dies gelingen.

Harry Baumeister, Geschäftsführer bei der Dallmer GmbH.
Quelle: Martin
Harry Baumeister, Geschäftsführer bei der Dallmer GmbH.

„Trotz der optimistischen Aussichten sehen wir, dass der Fachkräftemangel zu Verzögerungen bei der Umsetzung zahlreicher Bauprojekte führt.“

Zu erwartende Trends

Der Trend „Bodengleiche Dusche“ wird auch in 2020 weiter anhalten. Durch die aktuell positive Baukonjunktur und die Entwicklungen in der Bezuschussung des KfW-Kredits werden noch mehr barrierefreie Bäder saniert und geplant werden. Natürlich gibt es auch bei uns Überlegungen, in welche Richtung die Förderung gehen wird. Dabei sind wir hoffnungsvoll, dass diese weiterhin so aussichtsreich zugunsten barrierefreier Bäder ausfällt.

Herausforderungen

Trotz der optimistischen Aussichten sehen wir, dass der Fachkräftemangel zu Verzögerungen bei der Umsetzung zahlreicher Bauprojekte führt. Zudem ist auch auf Fachmessen spürbar, dass die Gesamtbesucherzahl aufgrund von Zeitmangel der Betriebe immer weiter zurückgeht. Diese Entwicklungen werden wir weiter beobachten und für unser Unternehmen zeitnah reagieren. Für 2020 haben wir dennoch einige Messen geplant und freuen uns, dort ein neues Bodenablaufprogramm für den Bereich Punktabläufe präsentieren zu können.

Joachim Schulte, Geschäftsführender Gesellschafter der HSK Duschkabinenbau KG.
Quelle: Martin
Joachim Schulte, Geschäftsführender Gesellschafter der HSK Duschkabinenbau KG.

„Hersteller müssen ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis gewährleisten“

Geschäftliche Aussichten 2020

Dem Jahr 2020 stehen wir positiv entgegen und freuen uns auf neue Herausforderungen und Chancen. Im Produktbereich Duschkabine möchten wir die Serie „Aperto“ mit einigen Neuerungen fokussieren. Bei den Wandverkleidungen stellen wir auch einige Neuerungen vor, wie zum Beispiel neue Dekore sowie innovative Verarbeitungsmöglichkeiten.

Zu erwartende Trends

Der Wunsch nach Badmodernisierungen wird bleiben – sowohl im kleineren Umfang in Form einer Teilsanierung als auch der komplette Umbau eines Badezimmers. Die entscheidenden Faktoren sind dabei die Kosten, die Zeit sowie die Individualisierung. Farben sorgen für Frische und Abwechslung bei der Neugestaltung. Insgesamt erwarten wir eine engere Verzahnung von Handwerk und Industrie inklusive Handwerkernetzwerke für Wissens- und Ressourcentransfer.

Herausforderungen

Mit welchen Herausforderungen werden wir es in den kommenden Monaten zu tun haben: Stimmigkeit von Preis und Qualität erhalten, damit Handwerker weiterhin Geld beim Produktverkauf verdienen. Die Gestaltung von effizienter Arbeit durch Digitalisierung sowie Standardisierung von Prozessen. Die Ausbildung sowie Schulung von Personal und die Nachwuchssuche von Personal oder bei einer Unternehmensweiterführung.

Raimund Zeise, Mitglied der Viega-Geschäftsführung.
Quelle: Martin
Raimund Zeise, Mitglied der Viega-Geschäftsführung.

„Ein wesentlicher Trend ist zweifellos die Digitalisierung.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Die konjunkturellen Entwicklungen in der Baubranche schätzen wir weiterhin als gut ein. Die Auftragsbücher des Fachhandwerks sind prall gefüllt. Hinzu kommen weitere Impulse durch das aktuell verabschiedete Klimapaket. Eine große Herausforderung ist und bleibt gerade vor diesem Hintergrund jedoch der Fachkräftemangel. Nach Einschätzung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks sind im laufenden Jahr etwa eine Viertelmillion Stellen unbesetzt, da die Betriebe keine geeigneten Mitarbeiter finden. Dies hat einen Investitionsstau zur Folge, der sich nur auflösen lässt, wenn wir das SHK-Handwerk mit Produkten und Systemen unterstützen, die die Arbeit auf der Baustelle schneller, sicherer und wirtschaftlicher machen. Ein gutes Beispiel dafür ist unser neues Vorwandsystem „Prevista“, das mit weniger Komponenten auskommt und durch sein Farbkonzept eine praxisgerechte Montagehilfe für reibungslose Abläufe auf der Baustelle bietet.

Zu erwartende Trends

Ein wesentlicher Trend ist zweifellos die Digitalisierung. In diesem Themenfeld positionieren wir uns als Markenhersteller mit praxisorientierten Lösungen, die unseren Marktpartnern in den Planungsbüros und im Handwerk einen deutlichen Mehrwert bieten. Gute Beispiele dafür sind unser Trinkwasser-Management-System „AquaVip Solutions“ oder unsere neuen, „smarten“ Pressmaschinen „Pressgun 6 Plus“ und „Pressgun Picco 6 Plus“. Sie können jetzt digital vernetzt und per Smartphone individualisiert werden. Ein anderes Beispiel sind webgestützte Serviceleistungen, wie die diversen Konfiguratoren auf der Viega-Homepage, durch die die Arbeit des Fachhandwerks konkret erleichtert wird.

Herausforderungen

Der bereits erwähnte Fachkräftemangel wird eine der zentralen Herausforderungen. Eine zweite, nicht zu unterschätzende Herausforderung liegt aber auch in den leicht eingetrübten konjunkturellen Aussichten generell. Die Baubranche wird, nicht zuletzt aufgrund des anhaltend günstigen Zinsniveaus, zwar ihre Sonderkonjunktur fortsetzen können. Inwieweit diese Boomphase jedoch langfristig trägt, bleibt abzuwarten.

Markus Friedrichs, Director Sales & Marketing Deutschland und Geschäftsführer der Uponor GmbH.
Quelle: Martin
Markus Friedrichs, Director Sales & Marketing Deutschland und Geschäftsführer der Uponor GmbH.

„Baustelleneffizienz wird zu einem ganz entscheidenden Thema in der Zusammenarbeit mit dem Fachhandwerk.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Die geschäftlichen Aussichten von Uponor im Jahr 2020 bewegen sich in einem komplexen Spannungsfeld: Wir sehen einerseits eine eingetrübte gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland und zugleich eine ungebremst hohe Nachfrage im Bausektor, Stichwort anhaltender Bauboom und Modernisierungsstau. Diese Nachfrage wird zusätzlich befeuert durch das jüngst verabschiedete Klimapaket der Bundesregierung – eine Steilvorlage für die TGA-Branche, die nachdrücklich den hohen Stellenwert der Haustechnik bei der angestrebten CO2-Reduzierung und damit den Kampf gegen den Klimawandel unterstreicht.

Zu erwartende Trends

Um zukünftig dauerhaft Erfolg zu haben, bedarf es intelligenter und vernetzter Systeme. Uponor setzt hier mit seinen Installationssystemen auf Montagefreundlichkeit und Sicherheit – und rundet sein Sortiment mit durchdachten Lösungen ab. Als Beispiele seien hier die neuen S-Press PLUS Fittings genannt oder auch die S –Press PPSU Fittings im XL-Format für den Objektbau. Zudem setzen wir auf digitale Prozesse und Services. Bei unseren vorgefertigten Verteilerstationen etwa läuft der gesamte Prozess von der Konfiguration im Web bis zur detaillierten Etikettierung der fertigen Pakete mit dem Einbauort bereits digital ab. Das sehr positive Feedback der Installationsbetriebe zeigt uns, dass wir damit absolut den Nerv der Zeit treffen.

Herausforderungen

Der Fachkräfte- beziehungsweise Fachhandwerkermangel begrenzt die Kapazitäten der Betriebe und erschwert wirtschaftliches Wachstum. In dieser ausgesprochen ambivalenten Situation wird Baustelleneffizienz zu einem ganz entscheidenden Thema in der Zusammenarbeit mit dem Fachhandwerk.

Petra Meier, Geschäftsführerin der Duscholux Sanitärprodukte GmbH.
Quelle: Martin
Petra Meier, Geschäftsführerin der Duscholux Sanitärprodukte GmbH.

„Eigentlich ist der für mich erkennbare Trend die Individualisierung.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Für unseren Marken-Relaunch im letzten Jahr und unsere neuen Produkte erhielten wir durchweg ein positives Feedback. Darauf werden wir dieses Jahr aufbauen und die „neue“ Duscholux weiter voranbringen. Wir sehen 2020 zuversichtlich entgegen und freuen uns auf die Regionalmessen in Essen, Nürnberg und Hamburg.

Zu erwartende Trends

Welche Trends zu erwarten sind, ist dieses Jahr schwer zu sagen. Eigentlich ist der für mich erkennbare Trend die Individualisierung. Natürliche Materialien, knallige Farben, schwarzweiß, jeder möchte sein Bad so individuell wie möglich gestalten.

Herausforderungen

Die größte Herausforderung ist nach wie vor der Fachkräftemangel. Hinzu kommt die Förderung im Heizungsbereich, dadurch werden noch mehr Fachhandwerker gebunden. Aber nicht nur im Handwerk fehlen die Fachkräfte, auch in der Administration und im Außendienst ist es schwierig, geeignete Mitarbeiter zu finden. Das Premiumprodukt, welches bei uns dieses Jahr im Fokus steht, ist die Walk-In-Lösung „Air 3“. Hier ist kein Bohren und Schrauben mehr nötig. Sie ist durch verdeckte Glasanker an der Wand und auf dem Boden gesichert. Wenige Komponenten ermöglichen eine einfache Montage in einem Schritt und sorgen für höchstmögliche Transparenz.

Thorsten Stute, Geschäftsführer der HEWI Heinrich Wilke GmbH.
Quelle: Martin
Thorsten Stute, Geschäftsführer der HEWI Heinrich Wilke GmbH.

„Wichtig ist auch in Zukunft eine qualifizierte Ausbildung des Fachhandwerks, um eine bestmögliche Nachwuchsförderung sicherzustellen.“

Geschäftliche Aussichten 2020 Wir gehen davon aus, dass sich die Branche auch in diesem Jahr auf hohem Niveau hält. Die Planungen bei HEWI für 2020 sind positiv, so dass wir ein solides Wachstum in diesem Jahr erwarten können. Zusätzliche Impulse ergeben sich durch die Aufstockung des Fonds „Altersgerechtes Umbauen“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Zu erwartende Trends Durch die demographische Entwicklung gerät das Thema Barrierefreiheit weiter in den Fokus – gerade unter dem Aspekt „Design | Comfort | Care“. Unser neues System „900“ in mattschwarz trifft daher sprichwörtlich ins Schwarze und ist in Funktion und Design gleich mehrfach preisgekrönt worden. Der barrierefreie Klassiker, Serie „477/801“, kommt in der neuen Edition matt im Markt ebenfalls sehr gut an. Die beiden Systeme bieten für sanitäre Räume in Krankenhäusern, Senioren- oder Pflegeheimen, Hotels und öffentlichen Gebäuden eine ästhetische Gestaltungsalternative.

Herausforderungen Insbesondere der Mangel an Fachhandwerkern ist eine Herausforderung für die Branche. Das Thema Fachkräftemangel führt bereits heute zu Engpässen und Verzug bei der Fertigstellung von Objekten. Wichtig ist auch in Zukunft eine qualifizierte Ausbildung des Fachhandwerks, um eine bestmögliche Nachwuchsförderung sicherzustellen.

Dipl.-Ing. (FH) Markus Henning, Prokurist und Vertriebsleiter KAM Handelsgeschäft Gebäudetechnik Deutschland, Grundfos.
Quelle: Martin
Dipl.-Ing. (FH) Markus Henning, Prokurist und Vertriebsleiter KAM Handelsgeschäft Gebäudetechnik Deutschland, Grundfos.

„Das größte Potential liegt in der Modernisierung von Bestandsanlagen, die auch einen wichtigen Beitrag zum Erreichen unserer Klimaschutzziele leistet.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Die Wachstumschancen in der Heizungstechnik sind hierzulande dadurch begrenzt, dass der Markt insgesamt kaum noch wächst und es einen starken Wettbewerb gibt. Das größte Potential liegt in der Modernisierung von Bestandsanlagen, die auch einen wichtigen Beitrag zum Erreichen unserer Klimaschutzziele leistet. Dabei hilft das neue Förderprogramm des Bundes, das im Januar angelaufen ist. Das Thema Modernisierung wird 2020 in der Branche und auch bei uns eine große Rolle spielen.

Zu erwartende Trends

Ein wichtiger Trend in der Heizungsbranche ist ganz klar die weiter fortschreitende Digitalisierung. Schon heute haben wir viele digitale Tools, mit denen sich Pumpen komfortabler einrichten und effizienter betreiben lassen. Eine wachsende Rolle spielt die Möglichkeit, Pumpen zu vernetzen und Betriebsdaten für eine intelligente Steuerung zu nutzen, bis hin zu neuen, cloud-basierten Lösungen. Der Trend geht von den einzelnen Komponenten hin zur ganzheitlichen Betrachtung von Komplettlösungen.

Entscheidungen im SHK-Verbund werden gemeinsam getroffen. Hinter diesem Statement stehen der Aufsichtsrat und das Vorstandsteam der SHK (v.l. Sven Mischel, Peter Ullrich, Gerald Krenn, Alfred Bock und Thorsten Renk).
Quelle: Martin
Entscheidungen im SHK-Verbund werden gemeinsam getroffen. Hinter diesem Statement stehen der Aufsichtsrat und das Vorstandsteam der SHK (v.l. Sven Mischel, Peter Ullrich, Gerald Krenn, Alfred Bock und Thorsten Renk).

„Während Industrie und Online-Handel wachsen, forcieren wir die starke Position des mittelständischen Handwerks.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Als Genossenschaft sehen unsere geschäftlichen Aussichten für das Jahr 2020 ganz hervorragend aus. Durch die Gründung der Zentralen Einkaufsgesellschaft für SHK-Verbundgruppen (ZEV) in Kooperation mit der Garant Marketing GmbH verdeutlichen wir unser kooperatives Denken – zum Wohle all unserer Mitglieder.

Zu erwartende Trends

Mit dieser Schlagkraft im Rücken bauen wir unsere starke Marktposition gemeinsam weiter aus – und bilden damit das Gegengewicht zum wachsenden Wettbewerb. Dieser befindet sich aus meiner Sicht nicht bei den Handwerkskooperationen untereinander, sondern bei ganz anderen Marktteilnehmern. Und während Industrie und Online-Handel wachsen, forcieren wir die starke Position des mittelständischen Handwerks.

Herausforderungen

Dabei thematisieren wir die Herausforderungen unserer Mitglieder, wie die Notwendigkeit digitaler Prozesse und der Kampf um gutes Fachpersonal. Lösungen kreieren wir – natürlich! – als Gemeinschaft, beispielweise während unserer Veranstaltungen. Im Gremium werden dann zusammen Entscheidungen getroffen. „das WIR.“ steht im Mittelpunkt. Deshalb setzen wir auf nachhaltigen Einkauf, interaktive Workshops und Wissensaustausch – und zweifelsohne auf jede Menge Spass. In dieser Form entwickeln wir unser Gemeinschaftsmarketing, bauen unsere Serviceleistungen aus und fokussieren die zukunftssichere Entwicklung unserer Mitglieder.

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