Branchen-News zu Covid 19

Zu Kritischen Infrastrukturen zählen laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen einträten.

Corona-Soforthilfe für SHK-Mitglieder

Die in Bruchsal ansässige SHK Einkaufs- und Vertriebs AG (SHK) hat für ihre Mitglieder ein Corona-Soforthilfe-Maßnahmen-Paket geschnürt: daswir.hilft-shk.de. „Ziel der Soforthilfe ist es, den Mitgliedern unter die Arme zu greifen und ihnen Klarheit und die richtigen Lösungen im aktuellen Dschungel der Gesetzesänderungen zu geben“, teilt die SHK-Verbundgruppe mit.

BDEW: Versorger dürfen nicht in finanzielle Schieflage kommen

Das Corona-Hilfspaket der Bundesregierung erlaubt es auch kleinen Unternehmen, im Falle massiver wirtschaftlicher Schwierigkeiten wegen der Pandemie, die laufenden Zahlungen für Energie bis Ende Juni auszusetzen. Der BDEW erklärt dazu: „So richtig es ist, einen möglichst umfassenden Schutzschirm für Unternehmen aufzuspannen: Es muss darauf geachtet werden, dass solche Maßnahmen nicht dazu führen, dass ein essenzieller Teil der Wirtschaft in Deutschland selbst in finanzielle Schieflage gerät. Für Unternehmen der Energiewirtschaft kann dieses Moratorium erhebliche Probleme bedeuten, wenn eine Vielzahl von Unternehmen ihre Zahlung für mehrere Monate aussetzen würde.“ Der Verband befürchtet massive Auswirkungen auf die Liquidität der Energie- und Wasserwirtschaft, zu der gerade auch eine Vielzahl kleinerer und mittlerer Versorgungsunternehmen gehören.

Deshalb müssten Kunden mit Zahlungsschwierigkeiten über die staatlichen Hilfsprogramme oder eine Fondslösung abgesichert werden, zur Begleichung der Rechnungen der Versorger. „Gerade in diesen Zeiten brauchen wir eine belastbare Energie- und Wasserversorgung, die nicht ihrerseits mit Zahlungsausfällen und Liquiditätsproblemen zu kämpfen hat“, betont der BDEW.

SHK-Betriebe sind Teil der kritischen Infrastruktur

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat in den letzten Tagen von der Politik mehrfach eine klare Zuordnung der SHK-Handwerksbetriebe zur sogenannten "KRITIS", der kritischen Infrastruktur in Deutschland, angemahnt. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat dies am Freitag per Schreiben an den ZVSHK bestätigt: "Grundsätzlich zählen die SHK-Betriebe zu diesen systemrelevanten Einrichtungen, da nach hiesigem Verständnis auch sämtliche benötigten Dienstleistungen hierzu zählen, die zur Aufrechterhaltung der jeweiligen kritischen Dienstleistung (wie z.B. Wasser – und Energieversorgung) notwendig sind."

Die Betriebe des SHK-Handwerks gewinnen durch diese Bestätigung Sicherheit vor allem bei Notdiensteinsätzen. "Wie sollen zum Beispiel notwendige Reparaturmaßnahmen in Altenheimen oder Quarantänebereichen überhaupt noch durchgeführt werden, wenn diese abgeschottet sind und Betriebe nicht zuverlässig wissen, ob sie die Objekte überhaupt betreten dürfen", erläutert Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK, die dringlichen Anfragen an die Politik, in dieser Frage Klarheit zu schaffen. "Die jetzt vorliegende Bestätigung, Teil des KRITIS zu sein, ist ein wichtiges und richtiges Signal an unsere Unternehmen für ihre tägliche Arbeit unter den Auswirkungen der Corona Krise."

Montag, 29.06.2020