„Statussymbol Küche“ gehört in die Hände des Profis

Was vor Jahren noch undenkbar war, gehört zumindest in bestimmten Bevölkerungskreisen mittlerweile zur Normalität: Die Küche ist zum Statussymbol geworden. Hier kocht (zumindest hin und wieder) sogar „der Chef“ – und die „Chefin“ wundert sich –, hier empfängt man Freunde und frönt dem gemeinsamen Genuss, rund um die und im Angesicht der Kochinsel, der Zubereitungstheke oder des Herdensembles, das natürlich marken-gerecht (und teuer) sein muss…

Sandra Hunke ist SHK-Anlagenmechanikerin, -Model und Markenbotschafterin von Hansa.
Quelle: Hansa Armaturen GmbH
Sandra Hunke ist SHK-Anlagenmechanikerin, -Model und Markenbotschafterin von Hansa.

Bei so viel Anspruch versteht es sich fast von selbst: Solche Projekte gehören in die Hände des erfahrenen SHK-Profis (m/w) mit seiner / ihrer profunden Beratung. Und zwar von Anfang an, weiß auch SHK-Anlagenmechanikerin Sandra Hunke. Sie gibt im Interview zugleich noch ein paar Tipps zu aktuellen Trends und angesagten Armaturenlösungen…

Warum und vor allem wann kommt ein Kunde in Sachen Küche zum Sanitär-Profi?

„Als ich vor acht Jahren meine Ausbildung als Anlagenmechanikerin begonnen habe, wurden wir fast ausschließlich zur Nachrüstung gerufen. Oder eben, wenn etwas defekt war. Inzwischen hat sich das aber verändert. Jetzt werden wir häufig schon bei der Planung intensiv mit einbezogen. Und die ist komplexer geworden. Für viele Kunden gilt die Küche heute als Mittelpunkt des Wohnraums.“

Wie äußert sich das?

„Wir kochen nicht mehr nur, um satt zu werden. Vielmehr tun wir das gemeinsam mit dem Partner, der Familie oder Freunden, um Zeit miteinander zu verbringen und diese zu genießen. Oder wir gehen dem Kochen als Hobby und Leidenschaft nach. Kochen liegt also absolut im Trend. Inzwischen gibt es ja mehr Sterneköche in TV-Shows als in Restaurants.

Die Küche ist aber nicht nur zentraler Lebensraum, sondern zudem eine Art Statussymbol, was sich unter anderem in der Ausstattung zeigt. Kochinseln etwa sind hochmodern und von zahlreichen Kunden gewünscht. Die platzsparende und praktische Küchenzeile hingegen ist zunehmend passé. Auch die klassische Trennung zwischen Küche und Ess­zimmer wird aufgehoben.“

Als SHK-Anlagenmechanikerin nim­mt man also zunehmend eine beratende Rolle ein. In welchen Bereichen sind Kunden unsicher, beziehungsweise was sind häufig gestellte Fragen?

„Neben einem tollen Design sind Funktionalität und Trinkwasser­hygiene den Kunden sehr wichtig. Sie möchten nicht nur eine Armatur, aus der kaltes und warmes Wasser kommt. Sie muss zudem praktische Features besitzen – zum Beispiel einen hohen Auslauf haben und um 360 Grad schwenkbar sein. Außerdem sollen die Spüle und die damit verbundene Armatur häufig an eine andere Stelle in der Küche verlegt werden, zum Beispiel mitten in den Raum. Hier ist der Kunde oft unsicher, ob das überhaupt realisiert werden kann. Der Profi prüft dann also, wie Wasseranschlüsse und Wasserabfluss verlegt werden können und berät entsprechend.“

Mit dem 3S-Installationssystem von 
Hansa lassen sich sämtliche Montage­schritte präzise und schnell durchführen.
Quelle: Hansa Armaturen GmbH
Mit dem 3S-Installationssystem von Hansa lassen sich sämtliche Montage­schritte präzise und schnell durchführen.

Warum ist es für SHK-Profis so wichtig, an der Beratung teilzuhaben?

„Eine moderne Wohnküche hat inzwischen mehr Wasseranschlüsse als ein Bad. Spülmaschine, Konvektomat (Backofen mit Wasseranschluss), Kühlschrank mit Wasser­anschluss und natürlich die Spüle mit der Armatur sind dafür Beispiele. Soll das alles in eine Kochinsel integriert werden, muss viel beachtet werden. Da ist in jedem Fall ein Profi gefragt. Und die Planung gemeinsam mit dem Kunden macht natürlich sehr viel Spaß.“

Welche Tipps sollten den SHK-Profis für die Beratung beziehungsweise den Umgang mit Kunden mit auf den Weg gegeben werden?

„Als SHK-Profi haben wir die Verantwortung, unsere Kunden gut zu beraten. Ich erlebe es noch oft, dass sich Kunden schnell eine Armatur aussuchen, die optisch gefällt, sich aber im Vorfeld wenig Gedanken machen, wie diese später eigentlich zu nutzen ist. Erst nachdem die Armatur im Einsatz war, stellen die Kunden dann fest, dass diese gar nicht so praktisch ist. Da sind wir im Vorfeld als Profis gefragt. Tolles Design und hohe Funktionalität sind heute die Zauberwörter. Es ist wichtig, den Kunden die für sie passenden Lösungen aufzuzeigen, die Vorteile klar zu benennen und Empfehlungen je nach den individuellen Anforderungen auszusprechen. So eignen sich zum Beispiel auch intelligente Hybrid-Armaturen perfekt für anspruchsvolle Küchen. Diese können manuell und auch berührungslos bedient werden, was super praktisch und auch sparsam ist. Auf hochwertige Materialien hinzuweisen, damit die Trinkwasserqualität nicht beeinträchtigt wird, sollte dabei selbstverständlich sein.“

Mittwoch, 28.11.2018