Neues Grundsatzpapier zum Demografischen Wandel

VDS und ZVSHK stellen Forderungen an Berlin

Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) haben ein neues Grundsatzpapier Demografischer Wandel veröffentlicht.

Das Bild zeigt das Grundsatzpapier.
Quelle: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)
Darf auch oder gerade in Corona-Zeiten nicht in Vergessenheit geraten: der demografische Wandel. VDS und ZVSHK haben jetzt ein Grundsatzpapier zu dem gesamtgesellschaftlichen Thema veröffentlicht. In ihm sind elementare Forderungen an Bund und Länder festgehalten – von der Organisation über die Fördergeldverteilung bis hin zu mehr Praxisorientierung.

In ihm sind auch konkrete Forderungen an die Politik festgehalten – von der Organisation über die Fördergeldverteilung bis hin zu mehr Praxisorientierung. Damit rufen die Verbände Bund und Länder auf, dem Thema als gesamtgesellschaftliche Kernaufgabe konsequent mit nachhaltigen Konzepten und Lösungen zu begegnen.

Im Sinne der Betroffenen sollte vor allem rasch und unbürokratisch gehandelt werden. Nur so ließen sich etwa Bäder nicht nur barrierefrei, sondern gleichzeitig pflegegerecht gestalten und ausstatten. Sie allein auf die Bewohner auszurichten, reiche zudem längst nicht mehr. „Die Bedürfnisse der Pflegenden müssen ebenso Berücksichtigung finden“, unterstreichen Andreas Dornbracht als VDS-Vorsitzender und ZVSHK-Präsident Michael Hilpert in der Präambel. Aufgrund ihrer Erfahrung könne die Sanitärbranche, die in dem gesamten haus- und gebäudetechnischen Wirtschaftszweig mit seinen rund 49.000 Unternehmen und über 500.000 Beschäftigten fest verankert sei, beim Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess in vielfältiger Weise aktiv mitwirken, heißt es im 32-seitigen Grundsatzpapier.

Bessere Organisation und Kommunikation

VDS und ZVSHK vertreten des Weiteren die Auffassung, dass die zentrale Verantwortung für die Immobilien-Komponente auf Bundesebene künftig in einem möglichst autonomen Bauministerium etabliert sein sollte. Ferner sei es nötig, die staatliche Förderpolitik der wachsenden Bedeutung des altersgerechten Wohnens weiter anzupassen. Die Erhebung des Statistischen Bundesamtes im Zusatzprogramm „Wohnen“ des Mikrozensus 2018 sowie die Jahresbilanz 2018 der staatlichen Förderbank KfW verdeutlichten das. Sie erforderten eine Verschiebung bzw. gezieltere Streuung der Mittel. So müssten anteilig erheblich mehr Gelder für die direkte Bezuschussung von barrierefreien Umbauten von Sanitärräumen fließen.

Bundesweit mehr Praxisorientierung

Darüber hinaus sei es unerlässlich, dass der Bund in für die Sanitärwirtschaft relevanten Themenbereichen Vertreter beziehungsweise Meinungen der Branche häufiger als bisher berücksichtige. Die stärkere Praxisorientierung durch Einbindung von Bau- und Sanitärprofis, die im direkten Kontakt mit Betroffenen stehen, etwa in den für Normung und Gesetzgebung zuständigen Gremien sei weiter zu forcieren. Das gelte außerdem für die Entwicklung beziehungsweise die Überarbeitung von KfW-Förderbausteinen zum Sanitärbereich. Auch müsse es ein beständiges Ziel bleiben, die Bürokratie kritisch zu überprüfen und abzubauen. In dem Zusammenhang komme es darauf an, die Nachweispflichten der Antragsteller sowie den Zugang zum Antrag selbst zu vereinfachen. Nicht zuletzt umfassen die Forderungen von VDS und ZVSHK den Ausbau des Badezimmers als Erfolgsfaktor für die ambulante Pflege.

Weiterführende Informationen: https://bit.ly/3cGfc05

Mittwoch, 28.10.2020