So wohnen Sie immer komfortabel

Mehr Geschosswohnungsbau: höchster Zuwachs seit 20 Jahren

Heute schon an morgen denken – heißt es beim Thema Barrierefrei meist so schön. Und was zunächst wie eine Plattitüde klingt, ist auf den zweiten Blick doch eine ernst zu nehmende Aussage. Insbesondere wenn es darum geht, sich ein neues Lebensumfeld zu schaffen. Was – unabhängig vom Alter - nicht wenige in die Tat umsetzen. Immerhin stehen die eigenen vier Wände nicht mehr nur allein für den Wohnkomfort der Familie. In Zeiten niedriger Bauzinsen und parallel dazu steigender Mieten ist Eigentum immer häufiger auch als Wertanlage zu sehen und zur finanziellen Absicherung attraktiv.

Das Bild zeigt den Fuß eines Menschen, der gerade auf die Terrasse tritt.
Quelle: Town & Country Haus Lizenzgeber GmbH
Barrierefreiheit ist keine Frage des Alters. Deshalb sollten Bauherren schon bei der Planung an Morgen denken.

Auch wenn die Zahlen der Baugenehmigungen für Wohnungen um -7,3 Prozent aktuell leicht rückläufig sind - was ein Blick auf die jüngst erschienenen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigt – so wurden von Januar bis Juni dieses Jahres immerhin noch 149.359 Wohnungen in Neubauten genehmigt. Insgesamt wurden im gleichen Zeitraum sogar 169.500 Wohnungen genehmigt. Gegen den allgemeinen Trend lagen außerdem die Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern leicht im Plus (+1,8 Prozent beziehungsweise +1.400 Wohnungen). Damit erreichte die Anzahl genehmigter Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit 82.100 Wohnungen den höchsten Wert in einem ersten Halbjahr seit zwanzig Jahren.

Was damit gesagt sein will: es wird nach wie vor gebaut. Und es ist ganz gleich, ob dies eine Wohnung oder ein Haus ist: Wer sich heutzutage für ein Eigenheim entscheidet, der will in seinem Traumhaus auch möglichst alt werden und entspannt wohnen. Meistens scheitert dieses Vorhaben jedoch daran, dass die Bauherren nicht schon vor beziehungsweise in der Planungsphase berücksichtigen, dass die Ansprüche an das eigene Haus im Alter häufig andere sind, als bei einer jungen Familie. Und nicht jeder altersgerechte Umbau ist im Nachhinein zu realisieren. Deshalb wird empfohlen, von Beginn an so viele Eventualitäten wie möglich in Betracht zu ziehen.

Barrierefrei im Hinterkopf

Um möglichst lange im eigenen Haus wohnen zu können, sollte im Vorfeld barrierearm und zukunftsorientiert geplant und gebaut werden. Aber Obacht: der Begriff „barrierearm“ oder „barrierefrei“ ist keinesfalls nur ein Begriff, der im Alter greift. Weniger Hindernisse im Bereich von Türen oder Treppen kommen ebenso den spielenden Kindern entgegen. Auch große Räume mit viel Platz und ein stufenlos zugänglicher Garten sind Vorteile für alle Generationen. Ein besonderes Augenmerk sollte außerdem auf ein Badezimmer mit ebenerdiger Dusche, Haltegriffen und absenkbarem WC gelegt werden. Alles Produkte, die von Beginn an von allen Familienmitgliedern problemlos genutzt werden können. Genügend Platz im Treppenhaus ermöglicht es, später einen hilfreichen Treppenlift einzubauen – um nur einige Beispiele zu nennen.

Fazit

Egal wann man sich für den Bau einer Wohnung oder den Hausbau entscheidet – mit dem richtigen Konzept und ausreichend Voraussicht ist die barrierearme Form des Wohnens ohne größere Nachrüstungen im Alter eine gewinnbringende Investition, von der die ganze Familie profitiert.

Mittwoch, 23.08.2017