Nachgefragt in der SHK-Branche: Trends und Herausforderungen

Mittwoch, 29.04.2020

Raimund Zeise, Mitglied der Viega-Geschäftsführung.
Quelle: Martin
Raimund Zeise, Mitglied der Viega-Geschäftsführung.

„Ein wesentlicher Trend ist zweifellos die Digitalisierung.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Die konjunkturellen Entwicklungen in der Baubranche schätzen wir weiterhin als gut ein. Die Auftragsbücher des Fachhandwerks sind prall gefüllt. Hinzu kommen weitere Impulse durch das aktuell verabschiedete Klimapaket. Eine große Herausforderung ist und bleibt gerade vor diesem Hintergrund jedoch der Fachkräftemangel. Nach Einschätzung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks sind im laufenden Jahr etwa eine Viertelmillion Stellen unbesetzt, da die Betriebe keine geeigneten Mitarbeiter finden. Dies hat einen Investitionsstau zur Folge, der sich nur auflösen lässt, wenn wir das SHK-Handwerk mit Produkten und Systemen unterstützen, die die Arbeit auf der Baustelle schneller, sicherer und wirtschaftlicher machen. Ein gutes Beispiel dafür ist unser neues Vorwandsystem „Prevista“, das mit weniger Komponenten auskommt und durch sein Farbkonzept eine praxisgerechte Montagehilfe für reibungslose Abläufe auf der Baustelle bietet.

Zu erwartende Trends

Ein wesentlicher Trend ist zweifellos die Digitalisierung. In diesem Themenfeld positionieren wir uns als Markenhersteller mit praxisorientierten Lösungen, die unseren Marktpartnern in den Planungsbüros und im Handwerk einen deutlichen Mehrwert bieten. Gute Beispiele dafür sind unser Trinkwasser-Management-System „AquaVip Solutions“ oder unsere neuen, „smarten“ Pressmaschinen „Pressgun 6 Plus“ und „Pressgun Picco 6 Plus“. Sie können jetzt digital vernetzt und per Smartphone individualisiert werden. Ein anderes Beispiel sind webgestützte Serviceleistungen, wie die diversen Konfiguratoren auf der Viega-Homepage, durch die die Arbeit des Fachhandwerks konkret erleichtert wird.

Herausforderungen

Der bereits erwähnte Fachkräftemangel wird eine der zentralen Herausforderungen. Eine zweite, nicht zu unterschätzende Herausforderung liegt aber auch in den leicht eingetrübten konjunkturellen Aussichten generell. Die Baubranche wird, nicht zuletzt aufgrund des anhaltend günstigen Zinsniveaus, zwar ihre Sonderkonjunktur fortsetzen können. Inwieweit diese Boomphase jedoch langfristig trägt, bleibt abzuwarten.

Markus Friedrichs, Director Sales & Marketing Deutschland und Geschäftsführer der Uponor GmbH.
Quelle: Martin
Markus Friedrichs, Director Sales & Marketing Deutschland und Geschäftsführer der Uponor GmbH.

„Baustelleneffizienz wird zu einem ganz entscheidenden Thema in der Zusammenarbeit mit dem Fachhandwerk.“

Geschäftliche Aussichten 2020

Die geschäftlichen Aussichten von Uponor im Jahr 2020 bewegen sich in einem komplexen Spannungsfeld: Wir sehen einerseits eine eingetrübte gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland und zugleich eine ungebremst hohe Nachfrage im Bausektor, Stichwort anhaltender Bauboom und Modernisierungsstau. Diese Nachfrage wird zusätzlich befeuert durch das jüngst verabschiedete Klimapaket der Bundesregierung – eine Steilvorlage für die TGA-Branche, die nachdrücklich den hohen Stellenwert der Haustechnik bei der angestrebten CO2-Reduzierung und damit den Kampf gegen den Klimawandel unterstreicht.

Zu erwartende Trends

Um zukünftig dauerhaft Erfolg zu haben, bedarf es intelligenter und vernetzter Systeme. Uponor setzt hier mit seinen Installationssystemen auf Montagefreundlichkeit und Sicherheit – und rundet sein Sortiment mit durchdachten Lösungen ab. Als Beispiele seien hier die neuen S-Press PLUS Fittings genannt oder auch die S –Press PPSU Fittings im XL-Format für den Objektbau. Zudem setzen wir auf digitale Prozesse und Services. Bei unseren vorgefertigten Verteilerstationen etwa läuft der gesamte Prozess von der Konfiguration im Web bis zur detaillierten Etikettierung der fertigen Pakete mit dem Einbauort bereits digital ab. Das sehr positive Feedback der Installationsbetriebe zeigt uns, dass wir damit absolut den Nerv der Zeit treffen.

Herausforderungen

Der Fachkräfte- beziehungsweise Fachhandwerkermangel begrenzt die Kapazitäten der Betriebe und erschwert wirtschaftliches Wachstum. In dieser ausgesprochen ambivalenten Situation wird Baustelleneffizienz zu einem ganz entscheidenden Thema in der Zusammenarbeit mit dem Fachhandwerk.

Aktuelle Bewertung
Ihre Bewertung
Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Sie haben eine Frage zu diesem Artikel? Dann stellen Sie der Redaktion hier Ihre Fachfrage!

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Möchten Sie die aktuellen Artikel per E-Mail erhalten?

Einloggen

Login / Benutzername ungültig oder nicht bestätigt

Passwort vergessen?

Registrieren

Sie haben noch kein Konto?
Dann registrieren Sie sich jetzt kostenfrei!
Jetzt registrieren

 

Expertenfragen

„Frag‘ doch einfach mal – einen Experten!": Nach diesem Motto können Sie als Nutzer der TGA contentbase hier ganz unkompliziert Fachleute aus der Gebäudetechnik-Branche sowie die Redaktion der Fachzeitschriften HeizungsJournal, SanitärJournal, KlimaJournal, Integrale Planung und @work zu Ihren Praxisproblemen befragen.

Sie wollen unseren Experten eine Frage stellen und sind schon Nutzer der TGA contentbase?
Dann loggen Sie sich hier einfach ein!

Einloggen
Sie haben noch kein Konto?
Dann registrieren Sie sich jetzt kostenfrei!
Registrieren