Rohrleitungssysteme intelligent in 3D planen

Die Planungsleistungen vom ibz, das heute 18 Mitarbeiter zählt und das gesamte Leistungsspektrum der TGA-Fachplanung abdeckt, umfassten auch die Elektrotechnik. „In diesem Fall ist der integrative Planungsansatz besonders wichtig“, betont Zeisig. „Der Mitarbeiter, der die Elektroplanung verantwortete, konnte jederzeit die anderen Gewerke in der Software einblenden.“ So konnte er etwa die genauen Höhenlagen von Trassen einsehen, um wiederum mögliche Kollisionen auszuschließen.

Die 3D-Ansicht ermöglicht eine besonders realistische Darstellung und eine genaue Prüfung der geplanten Bauteile und Installationen.
Quelle: Data Design System GmbH
Die 3D-Ansicht ermöglicht eine besonders realistische Darstellung und eine genaue Prüfung der geplanten Bauteile und Installationen.

Ganzheitlich geplant ist halb gewonnen

BIM-Planungstools setzen sich in der Branche langsam immer mehr durch, allerdings gibt es noch immer Vorbehalte, vor allem hinsichtlich des initial höheren Planungsaufwands. Was versteht man überhaupt unter BIM? BIM (Building Information Modeling) ist eine Planungsmethode. Mithilfe von Software entsteht eine vir­tuelle Baustelle: Alle physikalischen und funktionalen Eigenschaften eines Bauwerks werden bereits vor Baubeginn in einem 3D-Modell simuliert, geprüft, korrigiert und aktualisiert. Und was bedeutet BIM in der Praxis eines TGA-Planers?

„Der integrative Ansatz erhöht zwar den Planungsaufwand am Anfang eines Projekts, bis alle benötigten Daten in das Modell eingepflegt sind“, weiß Geschäftsführer Sebastian Zeisig zu berichten. „Doch dies zahlt sich durch die höhere Planungsqualität und -sicherheit aus. Planungsfehler können von Beginn an vermieden und spätere Änderungen wesentlich einfacher umgesetzt werden. Einen ganz klaren Vorteil der integrierten Planung sehe ich in der Unterstützung bei der gewerkeübergreifenden Kollisionsprüfung.“

Mit der gewerkeübergreifenden Kollisionsprüfung von DDS-CAD stellt ibz sicher, dass Elektroinstallation und Rohrnetz nicht zusammenstoßen.
Quelle: Data Design System GmbH
Mit der gewerkeübergreifenden Kollisionsprüfung von DDS-CAD stellt ibz sicher, dass Elektroinstallation und Rohrnetz nicht zusammenstoßen.

Der zusätzliche Zeitaufwand am Anfang spart nachweislich Zeit und Kosten in späteren Projektphasen, denn es sind in der Regel weniger Revisionen nötig und Planungsfehler werden minimiert. Weniger Schnittstellen und standardisierte Dateiformate erleichtern darüber hi­naus den kooperativen Datenaustausch zum Beispiel mit den ausführenden Firmen, was insgesamt zu schlankeren Abstimmungsprozessen führt.

Mit DDS-CAD konnte ibz 3D-Funktionsmodelle der kompletten Gebäudetechnik erstellen und somit ganze Gebäude simulieren. Ob Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik oder Elektrotechnik, alle Informa­tionen führte die 3D-Konstruktion zusammen. Hierzu wurden sämtliche planungsrelevante Daten erfasst und konnten mithilfe des IFC-Austauschformats nach dem building-SMART-Standard komfortabel geteilt werden.

Standardisierter Datenaustausch und Kommunikation

Mit dem Statiker und dem Tragwerksplaner und auch dem Architekten konnten durch die BIM-gerechte Planung die schwierigen Bereiche leichter abgestimmt werden. Hierzu wurden die kompletten Daten reibungslos als IFC-Bauwerksmodell übergeben.

Auch bei der Übergabe der Daten an die ausführenden Firmen werden die Vorteile von IFC genutzt. Die Obermonteure auf der Baustelle haben mit dem kostenlosen „DDS-CAD-OpenBIM“-Viewer beispielsweise die Möglichkeit, jederzeit per Laptop oder Tablet alle TGA-Pläne im Detail einzusehen.

„Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht“, ­berichtet Zeisig. „Dies steigert nachhaltig die Aus­führungsqualität und teure Nachbesserungen können vermieden werden.“

Immer up to date

Neun Mitarbeiter von ibz arbeiten täglich mit DDS-CAD. Damit sie immer auf dem aktuellen Stand sind, werden sie zweimal im Jahr geschult. „Die Schulungen sind nicht standardisiert, sondern es wird immer auf die individuellen Bedürfnisse im Büro eingegangen, was wir schätzen“, sagt Zeisig. „Das Verhältnis ist sehr partnerschaftlich. Und dank der regelmäßigen Schulungen sind unsere Mitarbeiter immer up to date, bei einer Software, die kontinuierlich weiterentwickelt wird.“

Mittwoch, 23.11.2016