SHK-Systemtechnik

Grauwasser-Recycling als Renditebringer bei Neubau und Sanierung

Mittwoch, 26.07.2023

Das Bild zeigt eine Duschwasser als Quelle für Grauwasser-Recycling.
Quelle: INTEWA GmbH
Duschwasser als Quelle für Grauwasser-Recycling.

Welche Gründe sprechen für den Einsatz?

⁃ Wasser sparen Die Aufbereitung und Nutzung von Grauwasser ist die effizienteste Lösung, um den Trinkwasserverbrauch in großen Gebäuden zu reduzieren. Dies ist entscheidend, denn angesichts ständig steigender Kosten in der konventionellen Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung wird das Sparen der wertvollen Ressource Wasser immer wichtiger. Grauwasser-Recycling ist hier die geeignete Technologie, um eine neue Wasserquelle zu generieren. Denn was liegt näher als das genutzte Wasser mittels modernster Technik zu reinigen und so erneut nutzbar zu machen?

⁃ Geld sparen Durch die doppelte Nutzung wird auch doppelt finanzieller Gewinn erzielt: Es werden sowohl die Trink- als auch die Abwassergebühren eingespart. In vielen Ländern liegen die Trink- und Abwasserkosten zusammen bereits bei über 6,00 €/m³. Je nach Wasserpreis und Größe des Systems, können sich inzwischen sehr kurze Amortisationszeiten ergeben, die den Einsatz eines Grauwasser-Recyclingsystems zu einer der wirtschaftlichsten Technologien im Bausektor überhaupt machen.

⁃ Nachhaltige Gebäudestandards erreichen Mit einem Grauwasser-Recyclingsystem tragen Bauherr und Planer durch die Einsparung von Wasser und Abwasser ganz erheblich zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bei.

⁃ Erhöhung des Gebäudewertes Durch die Integration eines Grauwasser-Systems kann eine höhere Klassifizierung bei Gebäudezertifizierung (z.B. beim DGNB, LEED, BREEAM u.v.m.) erreicht werden. Zudem sorgen Finanzierungsvorteile aufgrund der EU-Taxonomie und Nachhaltigkeitseinstufung dafür, dass das Gebäude als eine nachhaltige Geldanlage (ESG) eingestuft werden kann.

⁃ Geringer Platzbedarf Grauwassersysteme sind extrem platzsparend, da das Wasser täglich anfällt und direkt wieder verwendet werden kann. Die Notwendigkeit von größeren Speicherkapazitäten entfällt somit, was einen deutlichen Vorteil zu anderen Systemen darstellt. Auf einem Quadratmeter Fläche kann ein Kubikmeter Wasser für den täglichen Bedarf gespeichert werden.

Das Bild zeigt eine Ansicht der „I-CONNECT“-Oberfläche auf Desktop, Tablet und Smartphone.
Quelle: INTEWA GmbH
Ansicht der „I-CONNECT“-Oberfläche auf Desktop, Tablet und Smartphone.

Wie gut und sicher ist die Wasserqualität?

Durch den besonderen Aufbereitungsprozess mit einem Mem­bran-Bioreaktor, der sowohl einen biologischen Abbau als auch eine Ultrafiltration mit 0,02 µm Porenweite beinhaltet, liefern die Systeme eine Wasserqualität, die den höchsten Standards entspricht. Im Vergleich zu anderen Verfahren werden hier sogar Keime und Viren sicher zurückgehalten. Die INTEWA Systeme sind als erste und bislang einzige Systeme weltweit nach dem bedeutendem Standard NSF „Class C“ zertifiziert. Zudem wurden die Systeme nach dem British Standard für eine Sprühbewässerung zertifiziert.

Dimensionierung, Planung und Installation

Die Dimensionierung eines Grauwassersystems richtet sich nach dem Tagesbedarf und Tagesertrag. Inzwischen bietet INTEWA eine Serie von vorgefertigten Systemen von 300 bis 48.600 Liter Aufbereitungsvolumen/Tag an: Die Systeme AL-GW300 bis AL-GW3600 sind mit einer AQUALOOP-Steuerung ausgestattet. Die größeren Anlagen AL-GW5400 bis AL-GW21600 besitzen eine Fernsteuerung mit „I-CONNECT” und automatischer Reinigung „I-CON-ADS”. Die Systeme AL-GW32400 bis AL-GW48600 besitzen zudem eine zentrale Filtrations- und Rückspülpumpe.

Noch größere Systeme werden kombiniert. Die vorgefertigten Systeme lassen sich sehr schnell und sicher in ein Gebäude einplanen und ermöglichen eine unkomplizierte Montage, die durch jeden Installateur zügig vorgenommen werden kann.

Betrieb und Wartung mit „I-CONNECT“

Die „I-CONNECT“-Steuerung ist das Herzstück der Anlage und ermöglicht mit entsprechendem Zubehör die Fernüberwachung und Fernsteuerung von Grauwasseraufbereitungssystemen über 5.400 l/Tag. Der Online-Zugriff auf die jeweilige Anlage erfolgt über ein Web-Portal oder eine App.

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Freitag, 24.02.2017

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