Bad

Genuss in der Dusche - damals und heute

Von Brausen bis zu digitalen Duschen

Freitag, 01.04.2016

Seit sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts das Badezimmer und die Dusche in deutschen Privathaushalten etabliert haben, ist sie ein Teil der Geschichte. Und zwar ein Teil mit hohem Stellenwert, denn nach wie vor ist erst durch sie der Genuss in der Dusche garantiert: Die Brause.

Handbrause aus den 70er Jahren mit verstellbaten Strahlarten von Hansgrohe
Quelle: Hansgrohe
Die Stilwelt des Bads der 70er Jahre: Hier verdeutlicht das Beispiel der „Hansgrohe Selecta“ – die erste Handbrause mit verstellbaren Strahlarten, Kunststoff an Griff und Brausekopf – den Siegeszug des Designs im Bad mit neuen Materialien, Formen und Farben.
Die Hansgrohe Selecta aus den 70er Jahren
Quelle: Hansgrohe
Von der Handbrause zum Designer-Duschkopf - der Siegeszug des Designs im Bad
Quelle: Hansgrohe

Kontinuierlich wurden die Brausen in den vergangenen Jahrzehnten weiterentwickelt, mit besonderen Features ausgestattet und in Design und Funktion weiterentwickelt. Mit neuen Technologien, die noch mehr Komfort in der Dusche versprechen, multisensorischen Lösungen inklusive Licht, Sound und Dampf und attraktiver Designvielfalt, die den persönlichen Vorlieben gerecht wird, verwandeln die Brausen die einst rein funktionale Dusche heute in eine private Wohlfühloase. Vom festen Bestandteil der Wannenarmatur bis zum modularen System für eine digitale Duschlösung ist die Bedeutung der Brause stark gewachsen – Zeit, die wichtigsten Entwicklungen in ihrer linearen Folge zu betrachten.

Handbrause aus den 50er Jahren
Quelle: Grohe

1956: Die Brause als Bestandteil der Badarmatur

Die Brause hat noch keine Eigenständigkeit erlangt. In den späten vierziger sowie in den fünfziger Jahren ist sie meist Teil der Badarmatur. Entsprechend gestaltet sich auch ihr Design. Analog zu den Drehgriffen der Armatur besteht der Griff häufig aus Keramik, um die Nutzer vor Verbrennungen an heißen Oberflächen zu schützen. Heute gibt es hierfür zum Beispiel bei Grohe eine „CoolTouch“-Technologie, bei der eine separate, innenliegende Wasserführung verhindert, dass die Chromoberfläche zu heiß wird.

Ab 1979 schafft eine neue Generation des Duschens den Durchbruch
Quelle: Grohe

1979: Die neue Generation des Duschens

Der entscheidende Durchbruch ist geschafft und der Traum vom einzigartigen Duschgenuss verwirklicht: Jetzt ist Duschen nicht länger nur notwendige Körperreinigung, sondern bietet gleichzeitig Entspannung, Revitalisierung und größten Wasserspaß. Die Brausen sind mit einem rutschsicheren Griff ergonomisch gestaltet und in mehreren Designstilen erhältlich, die zu unterschiedlichen Badezimmereinrichtungen passen. Zum Programm (hier: Grohe „Relexa“) gehören Hand- und Kopfbrausen sowie Brausestangen und Accessoires.

Handbrause aus den 80er Jahren in Form des freundlichen Seeungeheuers Nessie - Duschspaß für Kinder
Quelle: Grohe

1980: Duschspaß für Kinder

Zielgruppengerechtes Design spielt eine wachsende Rolle bei der Brausenentwicklung. Um Kindern das Duschen zu versüßen, gestaltet beispielsweise Grohe die Duschbrausen „Relexa Nessie“ in Form des freundlichen Seeungeheuers. Ob Handbrause mit Champagne Strahl, Pulsatorbrause Massagebürste, Kneippscher Gießkopf oder eben „Relexa Nessie“ – die Brausen lassen sich dank Click-Technik einfach am Schlauch anschließen sowie austauschen und sorgen so für Abwechslung und individuellen Duschgenuss.

1983 bietet Grohe das erste Brausen- und Massagesystem an
Quelle: Grohe

1983: Das erste Brause- und Massagesystem

Wellness und Fitness sind allgegenwärtige Themen der Zeit. Daher entwickeln die Armaturenhersteller Produkte, die diesem Gesundheitstrend gerecht werden. „Relexor“ massiert den Rücken mit zwei gegenläufig rotierenden Bürsten, die auf die verschiedenen Körperpartien ausgerichtet werden können. Der Antrieb erfolgt durch Wasserdruck, wobei die Auswahl zwischen Nass- und Trockenmassage besteht. Dafür einfach die Brause vom Brauseschlauch abnehmen und dank Click-Technik den Schlauch mit dem „Relexor“ verbinden. Das ganze Gerät ist auf eine komfortable Handhabung ausgelegt: Es wird mit nur drei Schrauben montiert, lässt sich dank der glatten Flächen leicht hygienisch rein halten und die Bürsten sind im Handumdrehen austauschbar.

Ende der 90er Jahre entstehen harmonisch miteinander abgestimmte Armaturen und Brausene
Quelle: Grohe

1997: Brausenlinie zur Armatur

Nach weiteren technischen Neuerungen wie Brausen mit mehreren Strahlarten und Reinigungsfunktionen wie der „SpeedClean“-Technologie, welche die Strahlbildner von Verkalkungen befreit, führten die Hersteller Brausenlinien ein, die auf die Form der Armaturenlinien abgestimmt sind und deren Designelemente aufgreifen. So entsteht ein harmonisches Gesamtbild mit Design aus einem Guss.

Im neuen Jahrtausend entsteht die Freehander-Armatur mit zwei drehbaren Brauseköpfen
Quelle: Grohe

2001: Die neue Freiheit

Im neuen Jahrtausend wird das Duschvergnügen revolutioniert. Ein Beispiel dafür ist die „Freehander“-Armatur mit zwei drehbaren Brauseköpfen an einem schwenkbaren Bügel. Damit verwandelt sie sich in Sekundenschnelle von einer Kopfbrause in eine Seitenbrause und verfügt gleichzeitig über die passende Strahlart für die jeweilige Position. Der Normalstrahl von oben erfrischt, reinigt und entspannt, wohingegen der Pulsatorstrahl von der Seite den Rücken intensiv massiert und Verspannungen löst. Dank Stop- und Eco-Funktion ermöglicht die Brause zudem einen sparsamen Umgang mit Wasser und Energie.

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