Legionellen

Das Bild zeigt eine Lupe, in der die Legionellen (Stäbchenbakterien) sichtbar werden.
Quelle: Uponor
Legionellen sind Keime im Trinkwasser, die beispielsweise beim Duschen über die Atmung aufgenommen werden.

Legionellen sind Stäbchenbakterien, die beim Menschen unterschiedliche Krankheitsbilder verursachen, von grippeartigen Beschwerden bis zu schweren Lungenentzündungen. Sie sind weltweit verbreitete Umweltkeime, die in geringer Anzahl natürlicher Bestandteil von Oberflächengewässern und Grundwasser sind. Legionellen vermehren sich am besten bei Temperaturen zwischen 25 °C und 45 °C. Oberhalb von 60 °C werden sie abgetötet und unterhalb von 20 °C vermehren sie sich kaum noch. Besonders in künstlichen Wassersystemen wie Wasserleitungen in Gebäuden finden die Erreger aufgrund der vorherrschenden Temperaturen gute Wachstumsbedingungen. In Ablagerungen und Belägen des Rohrsystems können sich die Legionellen besonders gut vermehren. Übertragen werden sie durch zerstäubtes, vernebeltes Wasser, das eingeatmet wird. Mögliche Ansteckungsquellen sind beispielsweise Duschen, Wasserhähne oder Klimaanlagen.

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Dienstag, 30.08.2016