Kupfer ist Recyclingchampignon

Neues Schlüsselelement im Bausektor?

Effizient recycelte Baumaterialien sind entscheidend für die Kreislaufwirtschaft. Darunter fällt auch Kupfer.

Das Thema Nachhaltigkeit gehört heute mehr denn je zu den maßgeblichen Faktoren – und zwar in nahezu jedem Bereich. Im Bausektor im Allgemeinen ebenso wie etwa bei Sanitärinstallationen im Besonderen. Klar: Im Vorteil sind daher Materialien, die sich wiederverwerten lassen. Kupfer zum Beispiel. Wichtige Änderungen der europäischen Umweltzertifizierung würdigen nun den Beitrag, den dieses unendlich recycelbare Material zur Kreislaufwirtschaft leisten kann, und zwar in der Norm EN 15804.

Bereits am 30. Oktober 2019 wurden die Änderungen des Regelwerks offiziell veröffentlicht. Die überarbeitete Norm enthält Kernregeln für Produktkategorien (PCR) für Typ-III-Umwelterklärungen für jedes Bauprodukt und jede Bauleistung. Sie beschreibt, welche Phasen des Produktlebenszyklus in der EPD (Environmental Product Declaration) berücksichtigt werden. Dafür verwendet sie einen modularen Ansatz: Produktion (Modul A), im Einsatz (Modul B), End-of-Life Phase (Modul C) und End-of-Life Recycling (Modul D). In der neuen Norm gibt das obligatorische Modul D einen Überblick über die Recyclingleistung und den Nutzen für den gesamten Produktlebenszyklus. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund ist die überarbeitete Norm ein Schlüsselelement zur Unterstützung einer umweltverträglichen Kreislaufwirtschaft im Bausektor.

Nachhaltige Baumaterialien wie Kupfer zeichnen sich durch eine gute Wiederverwertbarkeit aus.
Quelle: Deutsches Kupferinstitut
Nachhaltige Baumaterialien wie Kupfer zeichnen sich durch eine gute Wiederverwertbarkeit aus.

Unendliche Lebensdauer

Die Tatsache, dass die Lebensdauer von Kupfer unendlich ist und keine Endphase besitzt, bringt natürlich gleich mehrere Vorteile mit sich. Zum einen kann der erneuerbare Rohstoff ohne Verlust von Eigenschaften immer wieder recycelt werden, sagen die Hersteller. Zum anderen spart eben dieses Kupferrecycling erhebliche abiotische Ressourcen und laut Deutschem Kupferinstitut (DKI) auch enorme Energiemengen, da es 85 Prozent weniger Energie benötigt als die Primärproduktion.

Die überarbeitete Norm enthält viele Verbesserungen und bedeutende Änderungen für die Arbeitsweisen mit EPDs als wichtigen nächsten Schritt, um den Einsatz von recyclingfähigen Baumaterialien zu fördern sowie die Auswirkungen und Vorteile des Recyclings und der Rückgewinnung oder Wiederverwendung von Baumaterialien zu berücksichtigen. Kupfer bleibt dabei als nachhaltiger und vorbildhaft recyclingfähiger Werkstoff für viele Einsatzbereiche der Werkstoff der ersten Wahl und ist mit Rücksicht auf Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft aus Sicht des DKI unerlässlich.

kupferinstitut.de

Mittwoch, 12.02.2020