Bad

Klimawandel ist Top-Risiko der Wirtschaft

Deutsche Unternehmen sollten Risiken im Blick behalten

Freitag, 17.02.2023

Wer hätte damals schon gedacht, dass der Klimawandel mal die größte Gefahr für Unternehmen werden würde?

Das Bild zeigt eine Grafik zu den Risikofaktoren.
Quelle: Berlin School of Business and Innovation (BSBI)
Der Klimawandel ist das globale Risiko Nummer 1, geopolitische Krisen belegen nur den vorletzten Platz.

So konkret wohl niemand?! Dabei steht der Klimawandel schon sehr lange auf dem ersten Platz der Risikofaktoren, wie die Wirtschaftsschule BSBI jüngst herausfand. Sie nahm die größten Risiken in den Berichten des Weltwirtschaftsforums der letzten 15 Jahre unter die Lupe:

Risiken erkennen, um vorauszudenken und informiert zu handeln: Das ist die Idee hinter dem „Global Risks Report“ des Weltwirtschaftsforums (WEF). Der Bericht schätzt jährlich die globale Risikolandschaft der kommenden Jahre ein. Die Berlin School of Business and Innovation (BSBI) hat sich die Berichte mal angeschaut und alle in den Reports auftauchenden Top-Risiken der Jahre 2007 bis 2022 ermittelt, um herauszufinden, welche in der Vergangenheit am häufigsten auftauchten.

Der Klimawandel und seine Folgen belegt mit 14 Einträgen den ersten Platz der Analyse, gefolgt von Finanz- und Wirtschaftskrisen, die vor allem die Jahre 2007 bis 2012 dominieren. Auf Platz 3 findet sich die Risikokategorie Ressourcenkonflikte, die hauptsächlich die Wasserversorgung betrifft. Auch der aktuelle Risks-Report von 2023 sieht in der Eindämmung des Klimawandels und fehlender Anpassung an dessen Folgen die maßgeblichen Herausforderungen im kommenden Jahrzehnt. Risikorückblick und Zukunftssicht treffen sich ebenfalls an anderer Stelle: Sechs der Top-Risikofaktoren des Rückblicks finden sich ebenso unter den Top 10 Langzeitfaktoren des aktuellen Berichts.

Deutsche Unternehmen sollten handeln

Für Unternehmen ergeben sich aus den Risikoberichten des WEF strategische Herausforderungen in bewegten Zeiten, die für Deutschland insbesondere die globale Verflechtung auf dem Weltmarkt betreffen. Hierzu kommentiert Prof. Dr. Kyriakos Kouveliotis, Provost und Chief Academic Officer der BSBI: „Die Global Risks Reports des Weltwirtschaftsforums geben Einblick in eine sich wandelnde Risikolandschaft und die Auswirkungen auf Unternehmen. Indem sich Probleme der Zukunft schon in Risiken der Gegenwart manifestieren, ist es wichtig, diese vorausschauend einzuschätzen. Die genannten Risiken sind auch in der Rückschau maßgebend für kommende Entscheidungs- und Strategiefindungsprozesse. Um mögliche Auswirkungen abzumildern, braucht es vor allem qualifizierte Mitarbeitende, die sich in Deutschland etwa mit dem Druck auf komplexe Lieferketten oder der zunehmenden Bedeutung von Cybersicherheit auseinandersetzen sollten.“

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