Ford setzt beim Ranger Raptor auf Leistung

Mit dem Ranger Raptor bietet Ford eine neue Top-Version der Pick-up Baureihe an.

Bei dem Modell steht in erster Linie die Performance im Mittelpunkt. Als geländegängiges Arbeitstier geht der Ranger Raptor auch abseits befestigter Straßen zur Sache. Dank hoher Bodenfreiheit kommt er selbst auf unwegsamem Terrain sicher voran.

Schon das extrovertierte Design macht deutlich: Der neue Ranger Raptor von Ford ist auf ultimativen Fahrspaß ausgerichtet. Optisch hebt sich der Pick-up von seinen Schwestermodellen insbesondere durch einen schwarz abgesetzten Kühlergrill im Stil des in Nordamerika erhältlichen F-150 Raptor sowie kraftvoll ausgestellte Radlauf-Verbreiterungen aus dunklem Verbundwerkstoff ab. Die robuste Ausgestaltung soll das Risiko von Schäden beim Einsatz im Gelände minimieren und die Verwendung breiter All-Terrain-Reifen ermöglichen. Die seitlichen Trittbretter schließlich sollen verhindern, dass während der Fahrt Steine hochgeschleudert werden und die Karosserie treffen.

Ein Mann steht vor einem Pick-up.
Quelle: Robert Donnerbauer
Hans Jörg Klein, Geschäftsführer Marketing und Verkauf der Ford-Werke, präsentiert den neuen Ranger Raptor.

Federführend vom Ford Performance-Team entwickelt, macht sich die Top-Version der Pick-up-Baureihe selbst unbefestigte Wege im Gelände untertan. Schnell wird klar: Dieses Geländefahrzeug bietet sich dem Handwerk als robustes und leistungsfähiges Arbeitstier an. Die Bi-Turbo-Version des 2,0 l großen EcoBlue-Dieselmotors mit variabler Turbinengeometrie leistet 156 kW (213 PS). Das maximale Drehmoment von 500 Nm steht zwischen 1.750 und 2.000 U/min zur Verfügung. Das aus dem F-150 Raptor bekannte 10-Gang-Automatikgetriebe besteht aus hochfestem Stahl, Aluminiumlegierungen und Verbundwerkstoffen, um die Haltbarkeit und das Gewicht zu optimieren. Echtzeit-Schalt-Algorithmen stellen sicher, dass jeweils der richtige Gang zur richtigen Zeit ausgewählt wird. Per Schaltwippen lässt sich die 10-Gang-Automatik zudem aber auch manuell steuern. Die Abgasreinigung übernimmt ein Dieselpartikelfilter inklusive SCR-Kat mit einem AdBlue-Tankvolumen von 20 l. Wie alle anderen Ranger-Versionen besitzt auch der Raptor eine Lkw-Homologation und wird nach Emissionsnorm 6c eingestuft. Angeboten wird er ausschließlich als Doppelkabine mit vier Türen und fünf Sitzplätzen.

Seine Stärke spielt der Raptor vor allem abseits befestigter Straßen aus. Ein besonderes Merkmal ist dabei eine herausragende Geländetauglichkeit auch bei höheren Geschwindigkeiten. Dazu erhielt der Pick-up ein unter dem Einsatz von hochfesten Stählen weiterentwickeltes Chassis. Die gesamte Achs-Kinematik einschließlich speziell abgestimmter Fahrwerks-Komponenten samt Radaufhängung und Federung wurde für den harten Off-Road-Einsatz ausgelegt. Wobei der Komfort nicht zu kurz kommt. So stammen die Hochleistungs-Stoßdämpfer von Fox direkt aus dem Geländesport. Mit ihren positionsabhängigen Kennlinien sorgen sie je nach Situation für höhere Dämpfungskräfte im Gelände oder für niedrigere Dämpfungskräfte bei moderaten Bedingungen, etwa bei Fahrten auf konventionellen Straßen. Hinzu kommen Aluminium-Querlenker und neue Stützlager für die Vorderachse sowie kombinierte Feder-Dämpfer-Elemente an den Hinterrädern.

Die All-Terrain-Reifen von BF Goodrich wurden speziell für den Ranger Raptor entwickelt. Sie zeichnen sich durch robuste Seitenwände aus, halten Off-Road-Anforderungen stand und bieten auch bei Nässe, Schnee, Schlamm und Sand überzeugende Traktion. Entsprechend talentiert geht der Pick-up im Gelände zur Sache. Unbeladen besitzt er eine Wattiefe von 850 mm sowie eine Bodenfreiheit von 283 mm – damit meistert er Böschungswinkel von 32,5 ° vorne und 24 ° hinten. Der Unterfahrschutz aus 2,3 mm dickem Stahl gehört ebenso zur Serienausstattung wie die Anhängevorrichtung. Die Ladefläche bietet mit 1,56 m in der Länge und 1,57 m in der Breite viel Platz für das Arbeitsmaterial.

Der zuschaltbare Allradantrieb überzeugt, wie auch das Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Hinzu kommt beim Raptor ein Terrain Management System. Dieses bietet zur Anpassung an die Beschaffenheit des Geländes sechs unterschiedliche Fahrmodi an: Normal (für optimierten Treibstoffverbrauch und hohen Fahrkomfort auf befestigten Straßen), Sport (für temperamentvolleres Fahren auf befestigten Straßen), Gras/Schotter/Schnee (für sicheres Fahren auf rutschigem Untergrund), Schlamm/Sand (für optimale Traktion und Dynamik auf tiefen, nachgebenden Untergründen), Fels (für felsiges Terrain und geringe Geschwindigkeiten) sowie Baja (für High-Speed Off Road Per-formance – angelehnt an die Baja 1000 Wüstenrallye in Mexiko).

Weiterführende Informationen: https://www.ford.de

Montag, 14.10.2019

Von Robert Donnerbauer
Redaktion, Heizungs-Journal Verlags-GmbH