Fließende Harmonie, dirigiert von einem Ort

Mit dem Release 2.0 des "Hycleen" Automation System von Georg Fischer stehen zusätzliche Überwachungs- und Steuerungsfunktionen zur Verfügung.

Energie- und kosteneffiziente Trinkwasserhygiene

Das "Hycleen" Automation System unterstützt Betreiber von größeren Gebäuden wie Hotels, Spitälern, Heimen oder Mehrfamilienhäusern dabei, die Trinkwasserhygiene sicherzustellen. Es ermöglicht eine energetische Optimierung der Warmwasserbereitstellung, schafft Komfort durch konstante Wassertemperaturen mit kurzen Ausstoßzeiten und ist einfach zu handhaben. Zentral über einen Master gesteuerte intelligente Ventile sorgen dafür, dass das Wasser in der gesamten Installation die gewünschten Temperaturen aufweist und regelmäßig ausgetauscht wird. Zudem ermöglicht das System eine kontrollierte thermische Desinfektion und führt präventiv eine Wartung der hydraulischen Abgleichventile durch.

Schema einer Steuerung mit dem
Quelle: GF Piping Systems
Über das zentrale Steuerungsgerät "Hycleen" Automation Master lässt sich die eingebaute Sanitärtechnik unkompliziert bedienen. Das Panel ist mit Controllern verbunden, die die einzelnen Ventile und Sensoren präzise steuern.

Fließende Harmonie, dirigiert von einem Ort

Möglich machen dies aufeinander abgestimmte Komponenten, welche in bestehende oder neue Trinkwassersysteme integriert werden. Dazu gehören Ventile, Controller und Sensoren für den automatischen hydraulischen Abgleich, die automatische Spülung, die Temperaturüberwachung die thermische Desinfektion und die Wartung der Ventile. Die Komponenten werden über ein Kabel für die gleichzeitige Stromversorgung und Datenübermittlung mit dem zentralen Steuerungsgerät, dem Master, verbunden, der Abweichungen meldet, die Daten protokolliert und ortsunabhängig gesteuert werden kann. Das "Hycleen" Automation System ist mit zusätzlichen Sensoren für die Durchflussmessung und Ablaufüberwachung erweitert worden und kann ab Version 2.0 auch ins Gebäudeleitsystem integriert werden.

Clever Spülen und Durchfluss überwachen

Stagnation von lauwarmem Wasser in Installationen gehört zu den großen Gefahren für die Hygiene von Trinkwasser. Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurde das System mit weiteren Möglichkeiten zum Spülen ergänzt, zum Beispiel dem Auslösekriterium «alle 72 Stunden» und dem Stoppkriterium «definierbare Spülmenge». Das Spülen eines definierten Volumens ist mithilfe des neuen Sensors für die Durchflussmessung möglich. Mittels Sensorkabel wird dieser mit einem "Hycleen"-Automation-Ventil verbunden. Neben der Spülmenge kann auch der Volumenstrom in der Zirkulation überwacht und gesteuert werden.

Anbindung an das Gebäudeleitsystem

Bisher konnte das "Hycleen" Automation System bequem über den zentralen Master gesteuert und per App überwacht werden. Inzwischen ist die Anbindung an Gebäudeleitsysteme möglich, namentlich das Einlesen von Daten für die Echtzeit-Überwachung, die Protokollierung und das Alarmmanagement. Als Schnittstellen stehen die aktuell gängige BACnet IP (Building Automation and Control Networks) und das Rest API (Representational State Transfer Application Programming Interface) – die Schnittstelle der Zukunft – zur Verfügung.

Zwei Händen halten ein Tablet mit Energieeffizienzangaben.
Quelle: GF Piping Systems
Die Daten aus dem "Hycleen" Automation System lassen sich ins Gebäudeleitsystem integrieren und dezentral überwachen.

Ablaufüberwachung bei der Spülung

Die Ablaufüberwachung mittels Schwimmerschaltern bringt Sicherheit in den Spülprozess. Bei einem ungewöhnlichen Anstieg des Wasserpegels löst der Sensor ein Signal aus, infolgedessen der Spülprozess unterbrochen wird. Die Abflusssensoren werden in die Abwasserleitungen eingehängt und mit dem Controller des Spülventils sowie dem Master verbunden.

Weiterführende Informationen: https://www.gfps.com/country_DE/de.html

Mittwoch, 05.02.2020