Schnelle Verlegung macht sich bezahlt

Steckfittings und Steckverbinder sind seit über zwei Jahrzehnten in der wasserführenden Gebäudetechnik eingeführt und erfreuen sich in vielen internationalen Märkten großer Beliebtheit.

In Deutschland steigt ihr Marktanteil bei den professionellen Verarbeitern langsam, aber stetig an, den Durchbruch in der Breite hat die Stecktechnik allerdings noch nicht geschafft – obwohl sie durchaus Vorteile besitzt, gegenüber den bislang verbreiteten Techniken wie Pressen oder Löten.

Der größte Vorteil von Steckfittings ist die einfache, zeitsparende und leckagefreie Installation. Sie spielt ihren Nutzen insbesondere bei der Etagenanbindung von Sanitärobjekten und Heizkörpern in mehrgeschossigen Wohngebäuden sowie bei der Sanierung und Modernisierung von bewohnten Objekten oder bei Reparaturmaßnahmen aus. Auch wenn der Preis für Steckverbinder höher ist als für andere Verbindungstechniken, machen sich die Mehrkosten durch die schnellere Verlegung mehr als bezahlt. Tests des Steckfitting-Spezialisten SharkBite zeigen, dass sich Steckverbinder und Ventile mit dessen Technologie bis zu doppelt so schnell auf Kupferrohr installieren lassen wie Pressfittings, bis zu dreimal schneller als Schraubverbinder und viermal schneller als Schweißverbinder – und das ohne den Einsatz von teurem, wartungsintensivem Werkzeug und dank der einfachen Anwendung, die nur ein geringes Fehlerrisiko birgt.

Laut Institut für Schadensverhütung und Schadensforschung (IFS) sind die häufigsten Fehler bei Pressverbindungen die Verwendung nicht geeigneter Presswerkzeuge und deren fehlerhafte Verwendung, die fehlerhafte Positionierung der Komponenten vor der Verpressung, die Nichteinhaltung der erforderlichen Biegeradien der Installationsrohre hinter einer Pressverbindung oder sogar die komplett fehlende Verpressung. Dagegen lassen sich die Messing-Steckverbinder von SharkBite weitgehend werkzeuglos verarbeiten, für die dauerhaft dichte Verbindung von Fitting und Kupferrohr ist außer den Händen kein Hilfsmittel nötig. Nur für die Vorbereitung des Rohres wird einfaches, baustellenübliches Werkzeug zum Ablängen, Kalibrieren, Entgraten und Anfasen benötigt. Diese Schritte sind allerdings sehr wichtig, denn die sorgfältige und saubere Vorbereitung des Rohres ist Grundlage dafür, dass die Verbindung nachher sicher dicht ist.

Gründliche Vorbereitung elementar für dichte Verbindung

Schaut man sich den Aufbau eines solchen Steckverbinders an, wird schnell klar, warum. Für die dauerhafte und sichere Dichtigkeit sorgen O-Ringe aus Hochtemperatur-EPDM, einem hochwertigen, gummielastischen, synthetischen Elastomer, das aufgrund seiner Eigenschaften und seiner hohen Beständigkeit ein bewährtes Dichtungsmaterial ist. Allerdings dürfen diese O-Ringe beim Einstecken des Rohrs nicht verletzt werden, weswegen das saubere Ablängen, Entgraten und Anfasen des Kupferrohrs elementar ist. Aus demselben Grund sollten die Steckverbinder auf der Baustelle auch bis zur Montage in ihren verschlossenen Verpackungen bleiben, denn eingetragene Schmutzpartikel könnten ebenfalls zur Verletzung des O-Ringes führen.

Berücksichtigt man dies bei der Vorbereitung, kann nichts schiefgehen: Die Rohrleitung wird durch die scharfen Zähne des Halterings aus Edelstahl 316 sicher und dauerhaft in Position gehalten – deshalb auch der Name SharkBite (engl. für Haifischbiss). Bei Bedarf kann die Verbindung mithilfe des mitgelieferten Lösewerkzeugs auch wieder vollständig demontiert und der Steckverbinder unbeschädigt wiederverwendet werden. Auch bei einer Fehlmontage oder bei notwendigen Änderungen am System reduziert das Zeit, Kosten und Abfall. Zudem lassen sich die Steckverbinder bei Reparaturen selbst unter nassen Bedingungen verarbeiten, sodass die Zeit für die komplette Entleerung eines ganzen Systems eingespart werden kann.

Werkzeuglose Verarbeitung minimiert Kosten, Aufwand und Risiken

Die werkzeuglose Verarbeitung hat für den Sanitärinstallateur den Vorteil, dass das schwere, teure und wartungsintensive Presswerkzeug diebstahlsicher in der Werkstatt bleiben kann. Auch das Haftungsrisiko bei undichten Installationen wird übersichtlicher, wenn keine Wartungsintervalle für das Werkzeug nachgewiesen werden müssen. Und wer schon mal mit einem Presswerkzeug über Kopf arbeiten musste oder in beengten Verhältnissen, etwa in einer Vorwand oder einem Schacht, wird die Arbeitserleichterung des Stecksystems ebenfalls schnell zu schätzen wissen – erst recht, wenn unter solchen Bedingungen eine hohe Zahl an Fittingen verarbeitet werden muss.

Da mit dem System auch keine Löt- und Schweißarbeiten notwendig sind, ist natürlich keine Genehmigung für Heißarbeiten erforderlich. Dies stellt aus Sicht des Arbeitsschutzes und auch der Versicherung einen großen Vorteil dar, unabhängig davon, ob es sich um Neuinstallationen oder Reparatur- und Wartungsarbeiten handelt.

Höchste Qualität für die Installation

Die robusten SharkBite-Messing-Steckfittinge eignen sich für Warm- und Kaltwasser, Zentralheizungs- und Zirkulationssysteme aus Kupferrohr nach DIN EN 1057 in Größen von 12 bis 28 mm. Auch der Anschluss von Kupferrohren an Boiler, ausgenommen Gasanwendungen, ist damit problemlos möglich. Ihre hohe Druckbeständigkeit erreicht bis zu 16 bar bei 65 °C und maximal 10 bar bei 120 °C.

Hergestellt werden diese Steckfittinge aus hochwertigem, 4MS-konformem DZR-Messing, welches bleifrei und hoch korrosionsbeständig ist – und für die Verwendung mit Kupferrohr selbstverständlich DVGW-zertifiziert. Eine Datumsmarkierung auf dem Verbinderkörper sorgt für eine vollständige Rückverfolgbarkeit. Der Verbindereinsatz ist aus Edelstahl 304 gefertigt, um eine garantierte elektrische Leitfähigkeit ohne zusätzlichen Erdungsanschluss zu gewährleisten. SharkBitegewährt auf seine Steckverbinder 25 Jahre Garantie.

Praxisorientiert ist auch das schlanke Design der Steckverbinder. Es bietet nicht nur ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild bei Aufputzmontage, sondern macht die Steckverbinder zusammen mit der schnellen, werkzeuglosen Verarbeitung ideal für die Installation in beengten Verhältnissen wie Vorwandinstallationen oder Schächten. Darüber hinaus erleichtert die geschmeidige Form die Isolierung.

Praxisbeispiel T-Schiebeverbinder

Wie einfach die Fittinge verarbeitet werden können, lässt sich zum Beispiel an den raffi nierten T-Schiebe-Verbindern erklären, mit denen Abzweige für Kupferrohre in wenigen Minuten montiert werden können – auch bei nassem Rohr. Dafür gibt es viele Möglichkeiten: Sei es ein weiterer Wasserhahn irgendwo im Haus, ein zusätzlicher Heizkörper, um auf dem Dachboden ein Büro einzurichten, oder gar die private Sauna im Keller mit einer zünftigen Schwallbrause – die kleine Baustelle lässt sich mit leichtem Werkzeug bewältigen. All diese Schritte sind auf den Verpackungen des Steckfittingsystems visualisiert oder unter www.rwcsharkbite.eu/de/de auch als Videos abrufbar.

Für die Montage des T-Schiebe-Verbinders ist zunächst eine gut zugängliche Stelle im Rohrnetz zu suchen, wo der Abzweig eingefügt werden kann. Dort ist das Rohr zu beiden Seiten der gewünschten Abzweigstelle mit einem wasserfesten Stift zu markieren. Die Striche sollten je nach Rohrdurchmesser bestimmte Abstände haben, für das 15-mm-Rohr zum Beispiel 34 mm. Nun ist das Rohr an den Markierungen mit dem Rohrabschneider zu trennen, zu entgraten und die Einstecktiefe mit der ebenfalls erhältlichen Markier- und Lösehilfe zu kennzeichnen.

Im Gegensatz zum normalen Steckverbinder ist der Schiebeverbinder an einer Seite verlängert. Diese Seite wird zunächst über eines der offenen Rohrenden mit leichter Drehung bis zum Anschlag geschoben. Zwischen dem zweiten offenen Rohrende und dem Verbinder ist dann nur noch ein geringer Abstand vorhanden. Nun wird die Verbindung am langen Ende mit der Lösezange gelockert und der Verbinder lässt sich über das zweite Rohrende bis zum Anschlag einschieben. Zum Schluss müssen die Markierungen an beiden Seiten des Fittings gut sichtbar sein, dann passen auch die Einstecktiefen. Der Abzweig ist fertig und nun lassen sich dank des umfangreichen Programms an SharkBite-Steckverbindern beliebige Rohrinstallationen an- oder umbauen. Die Verarbeitung ist schnell und einfach, wobei auch Korrekturen durch die Lösbarkeit der Steckverbinder mit der Lösezange oder der Markier- und Lösehilfe einfach machbar sind.

10 Tipps für die fachgerechte Verarbeitung von SharkBite-Steckverbindern

  1. Alle SharkBite-O-Ringe werden bei der Herstellung vorgeschmiert, tragen Sie keine zusätzliche Schmierung auf.

  2. Schneiden Sie das Rohr rechtwinklig ab – verwenden Sie Schneidwerkzeuge mit scharfen, unbeschädigten Klingen – keine Bügelsägen –, um einen sauberen, rechtwinkligen Schnitt zu gewährleisten. Verwenden Sie geeignete Entgratungs- und Messwerkzeuge, um sicherzustellen, dass die Enden frei von Grat sind.

  3. Stellen Sie sicher, dass Ihre Rohre und Verbinder frei von Baustellenverunreinigungen wie Schmutz, Sand, Sägemehl, Betonstaub usw. sind.

  4. Um sicherzustellen, dass die Verbinder sauber bleiben und der O-Ring vor Beschädigungen geschützt ist, müssen die Verbinder bis unmittelbar vor der Installation in ihrer Originalverpackung aufbewahrt werden.

  5. Schieben Sie das Rohr ganz hinein – verwenden Sie die Löse- und Markierhilfe, um sicherzustellen, dass das Rohr vollständig eingesteckt wurde.

  1. Wenn sich das Rohr schwer einstecken lässt oder nicht im Verbinder hält, üben Sie keine Gewalt aus. Entfernen Sie es und überprüfen Sie es auf Hindernisse im Verbinder und auf Schäden am Rohrende oder im Verbinder.

  2. SharkBite-Verbinder dürfen nicht direkt hintereinander verlegt werden. Bitte beachten Sie die Mindestabstände der Verbinder, wie im technischen Handbuch beschrieben.

  3. Wenn Sie Kupferrohre löten, löten Sie bitte zuerst alle Verbindungen und stellen dann erst die Verbindungen her – löten Sie NICHT neben der SharkBite-Verbindung.

  4. SharkBite-Verbinder können an weichen Kupferrohren verwendet werden, es kann jedoch aufgrund von Toleranzschwankung oder Oberflächenbeschädigungen schwierig sein, eine dichte Verbindung herzustellen. Die Verwendung von Stangenkupferware (halbhart) ist daher besser geeignet.

  5. Führen Sie nach der Fertigstellung und vor dem Verputzen des Rohrs immer einen Drucktest mit Wasser durch.

[Autor: Frank Sangkuhl, Manager Business Development & Technical Support, RWC John Guest GmbH]

Weiterführende Informationen: https://www.rwcsharkbite.eu/de/de

Freitag, 04.08.2023