WimTec ruft neue Dimension der Trinkwasserhygiene aus

Nicht erst seit Corona, sondern bereits seit Jahren forschen die Entwickler von WimTec an Elektroniken, die eine einwandfreie Trinkwasserhygiene in Gebäuden sicherstellen sollen. Und das mit großem Erfolg, wie das neue, intelligente „HyPlus“- Gesamtkonzept des inhabergeführten Unternehmens jetzt unter Beweis stellt.

Nach wie vor sind die Auswirkungen des Lockdowns nicht absehbar und betreffen indirekt auch die Trinkwasserqualität. Denn viele Betreiber sind sich nicht bewusst, dass ein nicht bestimmungsgemäßer Betrieb oder gar Nicht-Betrieb, Stagnation in der Hausinstallation und damit eine Gefährdung des Trinkwassers bedeutet. „Wir haben aktuell Gebäude, die sind schon seit sechs Monaten geschlossen, wie zum Beispiel Hotels. Wenn dort das Wasser in Teilen der Trinkwasser-Installation durch fehlende oder zu geringe Entnahme verweilt, kann man sich vorstellen, was in diesen Trinkwasserleitungen so alles passiert“, so WimTec-Geschäftsführer Günter Dülk. Denn Stagnation begünstigt die Kontamination mit mikrobiellen Krankheitserregern wie Legionellen.

„WimTec REMOTE“ kommuniziert über das Infrarot-Modul mit allen Wasserabgabestellen im Netz- und Batteriebetrieb.
Quelle: WimTec
„WimTec REMOTE“ kommuniziert über das Infrarot-Modul mit allen Wasserabgabestellen im Netz- und Batteriebetrieb.

Ein wesentlicher Einflussfaktor ist dabei neben der Stagnation die Temperatur des Wassers, wobei in dessen Zusammenhang der Wärmeübertrag von warm- auf kaltgehende Leitungen eine wichtige Rolle spielt. Eine Isolierung der Warm- und Kaltwasserleitungen helfe zwar kurzfristig, sei auf Dauer jedoch ein reiner Verzögerer. „Wenn nach der Norm isoliert wird, dauert es exakt 30 Minuten und das Kaltwasser geht schon über die 25 °C. Das heißt, in den stillgelegten Gebäuden haben wir Kaltwassertemperaturen, die sich im Bereich von 35 und 40 °C bewegen“, beschreibt Dülk die Problematik. Auch das begünstige zum Beispiel das Legionellenwachstum.

Nicht minder wichtig sei in Sachen Trinkwasserhygiene aber auch das Nutzungsverhalten. Dieses ist naturgemäß in jedem Gebäude unterschiedlich und birgt insbesondere bei einer Nichtnutzung über einen längeren Zeitraum hinweg hohe Risiken. Daher fordert die VDI/DVGW Richtlinie 6023 einen vollständigen Wasseraustausch in der Trinkwasser-Installation binnen 72 Stunden. Nach Unterbrechungen von länger als sieben Tagen schreibt die Richtlinie VDI 3810-2/VDI 6023-3 einen vollständigen Wasseraustausch an allen Entnahmestellen durch Spülung mit Wasser nach DVGW W 557 (A) vor. Darüber hinaus werden nach mehr als vier Wochen mikrobiologische Kontrolluntersuchungen empfohlen.

In der Praxis werden deshalb regelmäßig umfangreiche Spülmaßnahmen von Mitarbeitern durch aufwändiges manuelles Öffnen und Schließen der Armaturen durchgeführt. Abgesehen von den hohen Betriebs- und Personalkosten sind die Spülmengen aber in der Praxis oft überhöht, weil unbekannt ist, wie oft die Wasserabgabestellen in dem Gebäude genutzt wurden.

Die automatische Stagnationsfreispülung spült stehendes Wasser bedarfsgerecht aus und stellt den regelmäßigen und vollständigen Wasseraustausch sicher, wodurch das mikrobielle Wachstum im Trinkwasser gehemmt wird.
Quelle: WimTec
Die automatische Stagnationsfreispülung spült stehendes Wasser bedarfsgerecht aus und stellt den regelmäßigen und vollständigen Wasseraustausch sicher, wodurch das mikrobielle Wachstum im Trinkwasser gehemmt wird.

Fakt ist also, dass die Trinkwasserqualität vor allem von einem Faktor abhängig ist: dem Nutzerverhalten, denn darauf bzw. auf den angenommenen Bedarf sind Trinkwasseranlagen bekanntlich ausgelegt. Und genau hier setzt das intelligente „HyPlus“-Gesamtkonzept von WimTec an: Die automatische Stagnationsfreispülung spült stehendes Wasser bedarfsgerecht aus und stellt den regelmäßigen und vollständigen Wasseraustausch sicher. Dadurch wird das mikrobielle Wachstum im Trinkwasser gehemmt und die Trinkwasserhygiene nachhaltig verbessert.

Die Stagnationsfreispülung ist, so der Hersteller, exakt nach den örtlichen Gegebenheiten einstellbar und erfolgt nur bei Betriebsunterbrechung und unzureichender Nutzung; bei regelmäßiger Entnahme wird keine Freispülung ausgelöst. „Unsere Elektronik denkt mit“, so Geschäftsführer Dülk. Denn die intelligente Wasserentnahmestelle „weiß“, wann und wie lange sie das letzte Mal benutzt wurde und berücksichtigt zum Beispiel auch Teilbelegungen. Etwa die Sporthallennutzung von Schulen durch Vereine. Es wird also nicht einfach „blind“ gespült.

Volle Kontrolle dank Infrarot-Tablet

Ein wesentlicher Teil des Gesamtkonzeptes ist dabei das neue WimTec „REMOTE“-Infrarot-Tablet, das das einfache und komfortable Einstellen, Steuern und Auslesen an allen Wasserabgabestellen ermöglicht – egal ob Dusche, Wanne, Waschtisch, Küche, WC oder Urinal. Eine „einzigartige Technik“, die WimTec jetzt nach acht Jahren Entwicklungszeit auf den Markt bringt. Und zwar für jeden Gebäudetyp. Ganz gleich, ob Bestands- oder Neubau, mit „REMOTE“ sei es möglich, Funktionseinstellungen an allen Wasserabgabestellen in Netz- und Batteriebetrieb vorzunehmen.

Freitag, 21.05.2021

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