Wilo Campus – größtes Projekt der Unternehmensgeschichte in heißer Phase

Wilo bleibt Dortmund treu

Am alten Standort im Süden Dortmunds realisiert der Pumpenhersteller Wilo gerade die „Digitale Fabrik“ der Zukunft. Das „Wilo Campus“ genannte Projekt biegt auf die Zielgerade ein.

Seit der Gründung 1872 ist die Wilo SE in der westfälischen Metropole Dortmund ansässig. Heute ist das Unternehmen ein weltweit führender Hersteller im Bereich der Hightech-Pumpen. Am Stammsitz des Unternehmens im Dortmunder Süden, ganz in der Nähe des Phönix-Sees, realisiert Wilo jetzt seine Vision von Industrie 4.0. Die gute wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und die Digitalisierung erforderte diese Investition von 155 Millionen Euro, allein im letzten Jahr.

Produktion, Verwaltung, Entwicklung und Kundenservice sollen ab April 2020 bis zum 150-jährigen Jubiläum des Unternehmens im Jahr 2022 am Stammsitz Nortkirchenstraße in einer neuen Struktur und in einem komplett neuen Gebäudekomplex zusammengefasst werden. Davon betroffen sind zudem die im Laufe der Unternehmensgeschichte in Dortmund verstreut entstandenen „Filialen“ von Wilo.

Der Wilo Campus mit dem zentralen „Wiloop“.
Quelle: Wilo
Der Wilo Campus mit dem zentralen „Wiloop“.

Entsprechend seiner Unternehmens-Philosophie setzt Wilo bei diesem futuristischen Projekt auf Nachhaltigkeit und Effizienz. So wurden die alten, seit 1962 bestehenden Produktionshallen abgerissen und der dabei anfallende Bauschutt zu 100 Prozent wieder aufbereitet und als Baumaterial verwendet. Verglichen mit dem Jahr 2015 spart der neue Komplex rund 35 Prozent an Energie ein. Die drei neuen Produktionshallen mit je 11.000 Quadratmetern Fläche werden per Betonkern-Aktivierung beheizt und gekühlt.

Das Regenwasser der insgesamt 70.000 Quadratmeter Dachfläche und der Außenanlagen wird aufgefangen und gespeichert. So kann es im Rahmen eines umfassenden Wassermanagements für die Bewässerung und Kältegewinnung genutzt werden.

Blick in eine von drei „digitalen“ Fabrikationshallen mit je 11.000 m2. Im Vordergrund das Gerüst einer künftigen „Meisterbude“.
Quelle: Martin
Blick in eine von drei „digitalen“ Fabrikationshallen mit je 11.000 m2. Im Vordergrund das Gerüst einer künftigen „Meisterbude“.

Englisch auf der Baustelle

Blickfang des zentralen Bereichs an der werkseigenen Campusallee ist eine künstlerische, „loop“-förmige Wasser-Installation. Deshalb nennt sich der attraktive Platz am neuen Verwaltungsgebäude „Wiloop“. Die Nortkirchenstraße wird als öffentliche Straße an den nördlichen Rand des WiloCampus verlegt. Tagsüber steht die Campusallee, die alte Nortkirchenstraße, weiterhin Fußgängern, Radfahrern und dem öffentlichen Busverkehr zur Verfügung.

In gewisser Weise spiegeln die Bauarbeiter die globale Ausrichtung des Pumpen-Herstellers wider: Sie stammen aus zwanzig verschiedenen Nationen. Konsequenterweise ist Englisch die Verkehrssprache auf der Baustelle.

Der künftige Wareneingang an der „neuen“ Nortkirchenstraße.
Quelle: Martin
Der künftige Wareneingang an der „neuen“ Nortkirchenstraße.

Die neue digitale Fabrik 4.0 beeinflusst und verändert selbstverständlich auch die Arbeit selbst. Wilo spricht von einem Kulturwechsel. So werden den Mitarbeitern in der Produktion künftig sogenannte Cobots zur Seite stehen. Das sind mit Menschen kooperierende Roboter, die bei Routinearbeiten unterstützen. Und im Büro werden wechselnde Arbeitsplätze und Teams die Regel sein. Das SanitärJournal wird über diesen Paradigmenwechsel bei Wilo noch ausführlich berichten.

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Quelle: Martin
Macht einen „digitalen“ Eindruck - ist aber schon real: das Hochregal-Lager. Der Lagerumsatz wird künftig von 35 auf fünf Tage reduziert werden.

Dienstag, 09.07.2019