forumbad: Im Rampenlicht

Das gewisse Pünktchen

65 Jahre ist er mittlerweile alt, der kleine rote Punkt, der für viele designbewusste Menschen den großen Unterschied macht.

Weil die prämierten Produkte nicht einfach nur schön sind, sondern die Jury des Red Dot Design Awards auch in punkto Funktionalität und Nachhaltigkeit überzeugen. Die Juroren selbst – natürlich in wechselnder Besetzung – zeichnen schon seit 1955 Jahr für Jahr designstarke Produkte aus, und zwar mit dem besagten roten Punkt. Eine Auszeichnung, die heute auf internationaler Ebene als eines der begehrtesten Qualitätssiegel für gute Gestaltung gilt.

Quelle: reddot

Die Jury besteht aus unabhängigen Gestaltern, Design-Professoren und Fachjournalisten, die sich einem „Code of Honour“ verpflichtet haben: Sie dürfen weder bei einem produzierenden Industrieunternehmen angestellt sein noch an der Bewertung von Entwürfen teilnehmen, an denen sie beteiligt waren. Auf diese Weise wird ausgeschlossen, dass die Mitglieder der Red Dot-Jury über ihre eigenen Leistungen oder die direkter Konkurrenten entscheiden. Die Evaluierung findet live und vor Ort direkt an den Einreichungen statt. Dabei stehen diese nicht im Wettbewerb zuei­nander, sondern werden individuell getestet, diskutiert und bewertet.

Um die Vielfalt im Bereich Design fachgerecht bewerten zu können, unterteilt sich der Award in drei Wettbewerbe: den Red Dot Award: „Product Design“, „Brands & Communication Design“ und „Design Concept“. So dokumentiert der Award von Produkten über Markenkommunikation und Kreativprojekte bis hin zu Designkonzepten und Prototypen die weltweit prägnantesten Trends.

In der Kategorie „Red Dot Award: Product Design“ melden Hersteller und Designer ihre industriellen Produkte in derzeit 49 Kategorien an, dazu gehört auch die Rubrik „Bad und Sanitär“. Hier haben es in diesem Jahr 44 Produkte auf das Siegertreppchen geschafft. Einige von ihnen stellt das SanitärJournal an dieser Stelle vor:

Quelle: Giera

„Scandi DUO“ von Giera ist eine Spiegelkombination, die sich an unterschiedliche Körpergrößen anpassen lässt. Ihre zwei kreisförmigen Spiegelflächen sind – einem Pendel ähnlich – durch einen schmalen Stab miteinander verbunden. Der eingebaute stufenlose Drehmechanismus ermöglicht es, die Position des kleineren Spiegels zu ändern und an die Bedürfnisse großer Menschen oder auch Kinder anzupassen. Neben der ausgefallenen Funktionalität des Spiegels zeichnet sich „Scandi DUO“ durch ein elegantes, zeitgemäßes Design aus.

Quelle: Hansgrohe

Das Design von „Lavapura“ wurde von freistehenden Badewannen inspiriert. Die Formgebung des Dusch-WCs von Hansgrohe ist reduziert und zugleich von skulpturaler Klarheit. Auffälliges Gestaltungsmerkmal ist der markante, farblich kontrastvoll unterstrichene Materialwechsel. Die zugehörige Fernbedienung ist in ihrem Design und mit Funktionen wie der drahtlosen Lademöglichkeit ganz auf die Nutzerbedürfnisse ausgerichtet. Glatte Flächen und Übergänge erlauben eine mühelose Reinigung. Die Begründung der Jury: „‘Lavapura‘ beeindruckt durch eine klare, zeitlose Formgebung und komfortable Möglichkeiten zur Bedienung des Dusch-WCs“.

Quelle: Vortex

Eine harmonische Kombination geometrischer Formen und die Konzentration auf das Wesentliche prägen das Erscheinungsbild des Vortex-Bodenablaufs. Durch wahlweise runde oder rechteckige Abdeckungen und eine mattschwarze sowie silberglänzende Farbgebung lässt Vortex dem Anwender gestalterische Freiheit. Das Duschwasser wird durch die spiralförmige Struktur im Inneren des Ablaufs schnell abgeleitet. Eine doppelte Abdichtung verschließt den Abfluss sicher und hält unangenehme Gerüche fern. Leichte Drehbewegungen reichen aus, um die Abdeckungen für die Reinigung zu entfernen.

Quelle: Duravit

Die BLE-Fernbedienung (Bluetooth Low Energy) für das Duravit „SensoWash“-Dusch-WC nutzt den bidirektionalen Übertragungsweg, womit die Grundvoraussetzung für das Zusammenspiel von Fernbedienung und Dusch-WC geschaffen wurde. Die Fernbedienung lässt sich per Smartphone-App konfigurieren und bietet dem Benutzer die Möglichkeit, die Funktionsfelder individuell zu programmieren, wodurch die Anzahl der Tasten deutlich reduziert werden konnte. Die Steuerung wird durch weiße LED-Indikatoren unterstützt. Die glasähnliche kapazitive Oberfläche ist leicht zu reinigen.

Quelle: Kohler Design Studio

„Urbanity“ ist ein Wasseraufbereiter vom Kohler Design Studio mit Enthärter- und Filterfunktionen zur Verbesserung der Wasserqualität bei der Hautreinigung. Das Gerät reduziert den Kalzium- und Magnesiumgehalt im Wasser und entfernt hautreizendes Chlor. Auch Kalkablagerungen werden verhindert, wodurch die Reinigung erleichtert wird. Die Kohler Konnect-App vereinfacht die Wartung: Sie zeigt unter anderem an, wann ein Filtertausch notwendig wird oder ob Leckagen vorliegen. Das schlichte Design fügt sich zurückhaltend in jedes Badambiente ein.

Quelle: Grohe

Da das Badezimmer ein integrativer Teil der Architektur ist, müssen im Zuge von Trends oder baulichen Veränderungen auch die Sanitäranlagen entsprechend angepasst werden. Daher zeigte sich die Jury vom Installationssystem „Rapid SLX“ von Grohe überzeugt. Es erlaubt auf einfache Weise den Einbau oder Austausch von Toiletten und gibt so Planern und Architekten neue Möglichkeiten an die Hand. Mit seiner durchdachten Funktionalität sowie der selbsterklärenden Montage setzt es neue Standards für die Flexibilität im Sanitärbereich. Besonders faszinierte die Jury das Plug-and-Play-Design, welches jederzeit für die Zukunft gerüstet ist.

Quelle: Toto

Die leichte Linienführung und die dynamische Form verleihen der freistehenden „Flotation Tub“-Badewanne von Toto ihre charakteristische, moderne Anmutung. Ihre Liegefläche verläuft in sanften Kurven und weckt Assoziationen an die schwebende Haltung von Astronauten in der Schwerelosigkeit. Auf diese Weise nimmt der Nutzer eine Entspannungshaltung mit minimaler mechanischer Belastung ein. Massage- und Air-Jet-Düsen kreieren beruhigende, entkrampfende Wasserwirbel. Die höhenverstellbare Kopfstütze mit integriertem Schulterbad sorgt für zusätzliches Wohl­befinden.

Quelle: Pfeiffer

Minimalistische Gestaltung und hohe Funktionalität zeichnen das Ablaufsystem „Revari“ der Pfeiffer GmbH aus. Die flexible Konsolenbefestigung für vorwandmontierte Waschtische gewährleistet eine komfortable Reinigung der Ablaufrinnen. Die Konsole wird in zwei Längen gefertigt und kann mit Waschtischplatten aus unterschiedlichen Werkstoffen belegt werden. Auf diese Weise ermöglicht „Revari“ abwechslungsreiche Kombinations- und Gestaltungsvarianten, die durch verschiedene farbige Designblenden komplettiert werden.

Quelle: Roca Brasil

Benutzerkomfort und Funktionalität gehen bei der Gestaltung des Waschtisches „Infinity“ von Roca Brasil Hand in Hand. Sein rechteckig geformter, 80 cm breiter Korpus bildet ein großzügig geschnittenes, flaches Becken und bietet gleichzeitig viel Ablagefläche für persönliche Gegenstände. Die seitlich eingelassene Seifenablage ist praktisch und hebt sich durch das herausnehmbare silberfarbene Abtropfgitter auch optisch ab. Mit seiner geradlinigen, stringenten Ausführung passt der Waschtisch zu unterschiedlichen Stilrichtungen im Bad.

Quelle: Viega

Die bodenebene Duschrinne „Advantix Cleviva“ von Viega führt das Wasser über ein definiertes Gefälle des Rinnenprofils gezielt zur zentralen Ablauföffnung. Aufgrund ihres flächenbündigen Designs ist sie leicht zu reinigen, das offene Ablaufprofil lässt keine Schmutzablagerungen entstehen. Die Duschrinne kann überall auf der Fliesenfläche sowie an der Wand angebracht werden und bietet mit unterschiedlichen Profillängen, die sich millimetergenau kürzen lassen, einen großen Gestaltungsspielraum für eine individuelle Badgestaltung.

Quelle: Kaldewei

Die Duschfläche „Cayonoplan Multispace“ von Kaldewei ist in ihrer Konstruktion speziell auf die Einrichtung barrierefreier Badezimmer ausgerichtet. Die aus Stahlemail gefertigte, bodenebene Duschwanne verfügt über eine rutschhemmende Oberfläche mit Trittschalldämmung sowie einen Wasserablauf mit maximal zwei Prozent Gefälle und erhabener Randprägung. 60 Prozent der Duschwanne können der Bewegungsfläche im Bad zugerechnet werden, wodurch sich auch bis zu 4 m2 kleine Badezimmer barrierefrei gestalten lassen.

Quelle: Poresta

Die Einzigartigkeit der Natur stand bei der Entwicklung von „Poresta Select“ Pate. Die Dekorelemente für Wand- und Duschflächen schaffen mit 19 Varianten in Holz-, Naturstein- oder Metalloptik und entsprechender Oberflächenstruktur ein individuelles Badambiente. Vielseitig kombinierbar fügen sich die Elemente passgenau zu Flächen mit fugenloser Anmutung zusammen – die Beschichtung wirkt antibakteriell. Die Duschen eignen sich zudem für barrierefreie Bäder, da die Oberflächen rutschhemmend sind und auch mit Rollstühlen befahren werden können.

Montag, 16.11.2020