Oventrop-Hygiene für das wichtigste Lebensmittel: Trinkwasser

Trinkwasser kann wie jedes andere Lebensmittel verderben. Besonders großen Einfluss darauf hat die Trinkwasser-Installation. Sie ist die „Verpackung“, die das Wasser vom Hausanschluss zu den einzelnen Entnahmestellen führt – hygienisch und genusstauglich, gemäß Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Deshalb dürfen weder der Betrieb noch die eingesetzten Materialien der Trinkwasser-Installation die Wassergüte beeinträchtigen.

Das
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Das "Aquanova"-System: die Rundum-Versorgung für Trinkwassertechnik.

Zu gewährleisten ist das nur über einen umfassenden systemischen Ansatz. Dabei werden die Trinkwasser-Installation und die in ihr bestehenden Wechselbeziehungen aus Wasserqualität und Wasserdynamik, Temperaturbedingungen und Nutzerverhalten in ihrer Gesamtheit betrachtet. Erst dann lässt sich ein optimales Maßnahmenpaket aus Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit entwickeln, das den Erhalt der Trinkwassergüte in einer Trinkwasser-Installation tatsächlich dauerhaft und zuverlässig sichert.

Nachweis von Legionellen.
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Nachweis von Legionellen.

Herausforderungen der Trinkwassertechnik

Trinkwasser-Installationen wurden ursprünglich nur unter dem Aspekt des Versorgungskomforts geplant und ausgebaut. Früher galt beispielsweise die etagenweise Versorgung mit Kaltwasser als eine Errungenschaft im Geschosswohnungsbau. Heute ist eine ständige Versorgung mit warmem und kaltem Trinkwasser in Küche, Bad, Hobbyraum, Hauswirtschaftsraum oder gar der privaten Sauna selbstverständlich.

Dieser Komfortanspruch führt zu weit verzweigten, komplexen Rohrleitungsnetzen für kaltes Trinkwasser (PWC) und warmes Trinkwasser (PWH). In diesen Rohrleitungen unterliegt das Trinkwasser chemischen und mikrobiellen Einflussfaktoren, welche die Wasserqualität massiv beeinträchtigen können:

  • Eingesetzte Installationskomponenten wie Rohre, Verbinder und Armaturen beeinflussen die Trinkwasserqualität. In der Trinkwasserverordnung (TrinkwV § 6, Abs. 2, Anlage 2) sind die Eigenschaften für die Komponenten definiert. Das Umweltbundesamt (UBA) führt außerdem eine sogenannte Positivliste für metallene Werkstoffe, die in Kontakt mit Trinkwasser als unbedenklich eingestuft sind. Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert.

  • In großzügig ausgelegten Trinkwasser-Installationen und bei Nutzungsunterbrechungen kommt es in Trinkwasseranlagen häufig zur Stagnation.

  • In überdimensionierten Rohrleitungen wird das Trinkwasser zudem an den Rohrwandungen weniger häufig ausgetauscht als im dynamisch fließenden Kernstrom. An den Rohrwandungen entsteht ein Biofilm, das Trinkwasser verkeimt.

  • Durch Stagnation kühlt sich das Warmwasser ab, während sich das Kaltwasser erwärmt. Das Wasser gelangt dadurch in einen hygienekritischen Temperaturbereich, und die Gefahr einer mikrobiellen Belastung des Trinkwassers steigt, beispielsweise mit Legionellen.

Vermeiden lassen sich derartige hygienekritische Wechselwirkungen nur durch einen umfassenden Planungsansatz sowie die passenden Produkt- und Systemlösungen, zum Beispiel das „Aquanova“-System von Oventrop.

Trinkwasser Systembeispiele.
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Trinkwasser Systembeispiele.

Richtlinien und Normen

Nach DIN 1988-200 soll die Temperatur für Kaltwasser 25 °C nicht über- und die für Warmwasser 55 °C nicht unterschreiten. In Zirkulationssystemen muss ein ∆t von 5 K zwischen Speicheraus- und Wiedereintritt der Zirkulation eingehalten werden. Dies kann nur durch ein richtig ausgelegtes Zirkulationssystem erreicht werden.

Die Dimensionierung der Trinkwasser-In­stallation erfolgt auf Grundlage der Nutzung und in Abstimmung mit dem Bauherrn. Dazu gehört das „Raumbuch“, wie es in der DIN 1988-200 zu finden ist.

VDI-Richtlinien
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VDI-Richtlinien

Zusätzlich tragen weitere internationale und nationale Normen und Regelwerke, wie zum Beispiel die Arbeitsblätter des DVGW, zum Erhalt der Trinkwassergüte bei. Dazu gehören beispielsweise die DIN EN 1717 und die DIN EN 806 mit den nationalen Ergänzungen durch die DIN 1988.

In diesem Zusammenhang muss auch der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) erwähnt werden. Mit den Richtlinien VDI/DVGW 6023 „Hygienebewusste Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung von Trinkwasseranlagen“, VDI 6000 „Ausstattung von und mit Sanitärräumen“ sowie VDI 6003 „Trinkwassererwärmungsanlagen – Komfortkriterien und Anforderungsstufen für Planung, Bewertung und Einsatz“ leistet der VDI ebenfalls einen maßgeblichen Beitrag zur Qualitätssicherung von Trinkwasser-Installationen.

Mittwoch, 19.12.2018

Von Florian Wiemeyer
Marketing Manager, Oventrop GmbH &Co.KG