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Ohne die geht´s nicht mehr…

Software, Tools und digitale Werkzeuge (Teil 2)

In der SHK-Landschaft wimmelt es nur so vor Software-Lösungen für die Konzeption, Planung, Auslegung und Berechnung haustechnischer Anlagen sowie für die Betriebs­organisation. Verfügbar sind natürlich nicht mehr nur die „großen“ und „schweren“ Lösungen für den statio­nären Büro-PC – logisch: heute läuft Vieles mobil auf Laptops, Tablets und Smartphones.

Mobile Software-Lösungen oder internetgestützte Tools für die zeitgemäße Kundenberatung, Schnellauslegung und Terminkoordination sind heute die unentbehrlichen „kleinen Helferlein“, auf die Fachbetriebe der SHK-Branche gerne zurückgreifen bzw. schlichtweg zurückgreifen müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Nachfolgend nun einige digitale Werkzeuge, welche die Basis bilden für eine zielgerichtete Kundenansprache, eine fachgerechte, handwerkliche Leistung sowie eine zukunftsorientierte Betriebsführung (ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben):

Verpackung der Blue Solution Software
Quelle: Blue Solution Software

Blue Solution Software: Das Büro auch unterwegs nutzen

Bequem von unterwegs aus auf Kundendaten zugreifen und jederzeit sowie von jedem Computer das eigene Büro nutzen – mit der „smarthandwerk remote edition“ des Unternehmens Blue Solution Software wird das möglich. Das Unternehmen Strato AG stellt hier den persönlichen und sicheren Server, bei dem es sich nicht um eine öffentliche Cloud handelt, zur Verfügung. Nur der Nutzer der „smarthandwerk remote edition“ hat Zugriff auf diesen Server. Die Aktualität des Computersystems spielt nach Angabe des Unternehmens keine Rolle. Der Server erfüllt alle technischen Voraussetzungen für das Arbeiten mit der Bürosoftware. Auch eine Vorabinstallation muss nicht vorgenommen werden, „smarthandwerk“ steht umgehend zur Verfügung. Der Blue Solution-Kundenservice richtet den Server bei Strato ein und übergibt diesen arbeitsfertig an den Kunden. Direkt über einen Startbutton, der wahlweise auf dem Desktop hinterlegt werden kann, gibt es einen direkten Zugriff auf das Handwerkerbüro, das sich in der Bedienung nicht von der bisher lokal installierten Software „smarthandwerk“ unterscheidet. Über ein Webinterface und nach Eingabe der persönlichen Zugangsdaten greift der Nutzer auf die „smarthandwerk remote edition“ von jedem Gerät aus zu.

www.smarthandwerk-remote-edition.de

Schema der Heizungsanlage eines Hauses.
Quelle: Caleffi

Caleffi: Produktdatensätze nach VDI 3805 erhältlich

Die rechnergestützte Planung und Auslegung der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sowie deren Unterhalt erfordert einen schnellen Zugriff auf eine Fülle von Daten. In der TGA hat sich für die elektronische Verarbeitung technischer und geometrischer Produktdaten die VDI-Richtlinie 3805 als Standard eta­bliert. Sie definiert die für den reibungslosen Produktdatenaustausch zwischen Herstellern und Planern erforderlichen univer­sellen Datensätze.

Das Unternehmen Caleffi hat nun komplette Datensätze nach VDI 3805 mit allen planungs­relevanten Produktinformationen für die „SATK20/30“-Wärmeübergabestationen, die thermischen Desinfektionssysteme vom Typ „LEGIOMIX“ sowie für die Volumenstromregler der Serie „AUTOFLOW“ kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die Struktur der Produktdatensätze ist nach Angabe des Unternehmens kompatibel mit allen im Planerbereich gängigen Software-Anwendungen. Mit den von Caleffi bereitgestellten Datensätzen ist es möglich, integriert zu planen, also Datensätze für Zeichnung, Berechnung und Ausschreibung (AVA) optimal für die Produkte zu verarbeiten. Die Datensätze werden bei anstehenden Updates in die Planungssoftware eingepflegt. Daneben stehen die Datensätze auf der Caleffi-Homepage als Download zur Verfügung.

www.caleffi.de

Screenshot der Software von FGK.
Quelle: FGK

FGK: Schnell zum Lüftungskonzept

Die EnEV schreibt vor, dass zu errichtende Gebäude so auszuführen sind, „dass der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt ist“. Auch bei der Sanierung, etwa wenn mindestens ein Drittel der Fenster ausgetauscht oder das Dach saniert wurde, ist zu prüfen, ob die nutzerunabhängige Lüftung der Wohneinheit noch ausreicht.

Der Fachverband Gebäude-Klima e.V. (FGK) hat deshalb eine neue Software für die Erstellung eines Lüftungskonzepts nach DIN 1946-6 zur Verfügung gestellt. Mit FGK-„AirPlan“, die kostenfrei im FGK-Online-Shop heruntergeladen werden kann, ist der Nachweis zum nutzerunabhängigen Mindestluftwechsel nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) nach Angabe des Verbands in wenigen Minuten erledigt. Soll eine Lüftungsanlage eingebaut werden, dann kann der Luftvolumenstrom für jeden Raum mit „AirPlan“ ausgelegt werden.

www.fgk.de

Hände auf einem Tablet.
Quelle: Isover

Isover: Erst berechnen, dann isolieren

Mit „TechCalc“ bietet die Saint-Gobain Isover G+H AG ein Berechnungstool, das Ingenieuren, Planern und Verarbeitern hilft, effiziente Konstruktionen für den Wärmeschutz zu entwickeln und diese verlässlich durchzurechnen. Mit der Version 2.0 lassen sich wärmetechnische Berechnungen nun auch mobil, zum Beispiel auf der Baustelle, durchführen – offline, ohne Internetverbindung.

Mittels der neu implementierten Wirtschaftlichkeitsfunktion lassen sich selbst mehrlagige Dämmkonstruktionen mit unterschiedlichen Dämmstoffprodukten vergleichen und optimieren. „TechCalc 2.0“ hat außerdem eine neue Oberfläche erhalten: Je nach Anwendung (Betriebstechnik, Haustechnik, Schiffbau) und Erfahrung des Nutzers passt sich die Oberfläche im Schritt-für-Schritt-Modus entsprechend an.

Die Software unterstützt den Anwender mit umfangreichen Datenbanken für Dämmstoffe, Medien, Ummantelungen, Wärmebrücken und Klimadaten. Über offene und personalisierbare Datenbanken lassen sich eigene Produkte und Daten hinzufügen und über Kataloge einfach verwalten. Zudem lassen sich mit zwölf unterschiedlichen Berechnungsverfahren und sechs Standard-Geometrien nahezu alle Dämmsituationen in der technischen Isolierung berechnen.

www.isover.de

Screenshot der Software von Kermi.
Quelle: Kermi

Kermi: Flächentemperierung online konzipieren

Mit der „x-net“-Webauslegung hat Kermi sein Online-Serviceangebot für Fachpartner erweitert. Das Programm zur Flächenheizungsauslegung setzt ausschließlich einen Internetzugang voraus und ist somit überall ohne Softwareinstallation verfügbar. Die Webauslegung ist konzipiert für die Auslegung aller „x-net“-Flächenheizungssysteme – vom „x-net C11“-Noppensystem, „x-net C12“-Tackersystem, „x-net C13“-Trocken­system, „x-net C15“- Dünnschichtsystem bis zum neuen „x-net C16 clip“-System.

Durch Eingabe und Auswahl der Daten für Gebäudetypologie und Anlagen- bzw. Systemparameter wird ein jederzeit zur weiteren Bearbeitung aufrufbares Projekt angelegt. Nach Projektanlage können durch einfachen Mausklick Geschosse, Wohnungen sowie Räume mit den jeweiligen Raumdaten hinzugefügt werden. Auf Basis dieser Parameter führt die „x-net“-Webauslegung eine überschlägige Heizlastermittlung durch. Alle Projektdaten können jederzeit beliebig verändert werden. Gleichzeitig erfolgt eine Kreisauslegung des ausgewählten „x-net“-Systems. Die für die Verlegung notwendigen Daten inklusive der Ventilein­stellung werden ermittelt und können ausgedruckt werden. Alle benötigten Materialien und Systemkomponenten werden in einer vollständigen Stückliste aufbereitet, die in verschiedenen gängigen Dateiformaten problemlos zur Weiterverarbeitung in eine Angebots- und Planungssoftware exportiert werden kann.

www.kermi.de

Ein Auge in Nahaufnahme vor einer Stadt.
Quelle: KSB

Montag, 06.10.2014

Von Jörg Gamperling
Chefredaktion HeizungsJournal