Nachhaltiger Konsum mit Spar-Effekt

Verjüngungskur fürs Heim strafft auch die Nebenkosten

Heizung, Strom, Wasser – alles wird teurer. Wer trotzdem sparen will, muss umdenken!

Das Bild zeigt eine Grafik zum Wasserverbrauch.
Quelle: Hydrao
Um den Wasserverbrauch zu senken, sollten Verbraucher auf effiziente Technologien setzen, etwa auf Duschköpfe, die in Echtzeit den aktuellen Warmwasserverbrauch unter der Dusche messen.

Nebenkosten kommen in Zeiten steigender Preise eine große Bedeutung zu. Durch eine Anpassung des eigenen Nutzungsverhaltens, eine Modernisierung der Immobilie und den Einsatz von Fördermitteln für die Finanzierung können Haus- und Wohnungsbesitzer viel Geld sparen.

Rund 4.000 Kilowattstunden verbraucht ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt im Jahr in einem Einfamilienhaus. Das sind rund 1.300 Euro Stromkosten (Quelle: LBS/ Oktober 2021). Noch teurer wird es, wenn auch das Wasser in Küche und Bad zum Beispiel per Durchlauferhitzer mit Strom erwärmt wird: Dann verbraucht ein vierköpfiger Haushalt rund 5.000 Kilowattstunden und gibt dafür 1.600 Euro aus. Hinzu kommen noch die Kosten für Heizung und Wasser.

Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sind viele Haushaltsgeräte echte Energiefresser. Auf der Rangliste stehen Kühlschrank, Waschmaschine und Wäschetrockner auf den ersten drei Plätzen. Hier kann sich eine Neuanschaffung schnell rechnen, weil neuere Modelle häufig deutlich weniger Energie verbrauchen.

Aber auch der Blick auf den Wasserverbrauch im Bad kann sich lohnen! Nach Angaben der französischen Energieagentur ADEME (Agence de l'Environnement et de la Maîtrise de l'Energie) werden in deutschen Haushalten pro Kopf und Tag im Schnitt 122 Liter Trinkwasser verbraucht. Das sei eine Verdreifachung innerhalb der letzten 30 Jahre!

Duschen macht in deutschen Haushalten gut ein Drittel des täglichen Wasserverbrauchs aus. Somit ist die Dusche laut ADEME der größte Wasserverbraucher in einem Haushalt und die Verschwendungsquelle Nummer eins. Während die Energieagentur der Meinung ist, dass 30 Liter Wasser pro Duschgang völlig ausreichen, verbrauchen die Deutschen im Durchschnitt 45 Liter. Dabei würde eine effizientere Nutzung nicht nur den Verbrauch, sondern auch Energie einsparen, da 13 Prozent der zu Hause verbrauchten Energie für die Erwärmung des Haushaltswassers verwendet wird.

Es kann sich also durchaus lohnen, auf effiziente Produkte und energetische Sanierungsmaßnahmen zu setzen. So würde nicht nur der Energieverbrauch, sondern auch der Klimafußabdruck des Gebäudes kleiner. Was wiederum dem Staat durch Beratung, Zuschüsse und Kredite über BAFA und KfW einiges an Unterstützung wert ist.

Freitag, 12.11.2021

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