Mobilität im SHK-Betrieb neu denken

AMG plant Bau einer Lithiumhydroxid-Raffinerie

Die E-Mobilität wird auch für das SHK-Handwerk eine immer wichtigere Rolle spielen.

Das Bild zeigt ein E-Auto, das elektrische betankt wird.
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Auch SHK-Betriebe werden zukünftig nicht umhin kommen, ihre Mobilität neu zu überdenken.

Die Rechtsprechung zerrt an der Mobilität mit Dieselfahrzeugen. Umwelt- und Klimaschutz nehmen eine immer zentralere Bedeutung in der Gesellschaft ein - jedoch die Unsicherheit wächst. Die meisten Fachbetriebe fahren mit Dieselfahrzeugen von Einsatz zu Einsatz. Was, wenn vermehrt Städte auf dieselfreie Zonen pochen? Wie gelingt eine optimale Routenplanung und wo findet der Handwerker Ladestationen?

Das sind die Zukunftsfragen, auf die es schon jetzt gilt, eine Antwort zu finden. Und aus eben diesem Grund wird der Themenschwerpunkt „Betriebliche Mobilität“ erstmals einen eigenen Fokus auf der SHK Essen erhalten. In der Zeit vom 10. bis zum 13. März 2020 soll auf dem Messegelände diesen Fragen nachgegangen und nicht nur die Antriebstechnik von morgen beleuchtet werden. Der neue Ausstellungsbereich „Betriebliche Mobilität“ zeigt innovative Produkte und Lösungen in den Fragen Antrieb und Fortbewegung.

Passend dazu gibt die AMG Advanced Metallurgical Group N.V. jetzt bekannt, dass das Tochterunternehmen AMG Lithium GmbH mit Sitz in Frankfurt/Main mit der Planung zum Bau einer Lithiumhydroxid-Raffinerieanlage begonnen hat. Bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt wurde dazu bereits ein Antrag auf öffentliche Fördermittel gestellt. Die Anlage soll in Elsteraue/Zeitz entstehen, mit Start noch vor Ende des laufenden Jahres.

Die neue Anlage wird mit technischem Lithiumhydroxid als Rohstoff betrieben. Dadurch kann AMG die Nachfrage der Lithiumionenbatterie-Produzenten und Autobauer nach qualitativ hochwertigem Lithiumhydroxid für Batterien erfüllen, das zudem kurze Lieferwege hat. Um diese Pläne zu unterstützen, richtet AMG in Frankfurt/Main-Höchst bereits jetzt ein hochmodernes Lithiumhydroxid- und Batteriemateriallabor ein.

Die Gesamtinvestitionen für die Raffinerie und das Labor werden mit etwa 50 bis 60 Millionen US-Dollar beziffert. Die neue Raffinerie, die Lithiumhydroxid in „Batteriequalität“ liefert, ergänzt damit die Pläne von AMG zum Bau einer technischen Lithiumhydroxid-Anlage in Brasilien und öffnet so den europäischen Markt für diese Expansion.

Donnerstag, 05.12.2019