Holsterhausen: Handwerk bleibt auf mysteriösen Lochfraßschäden hängen

Selbstverständlich hat das BGA die Hygiene im Blick, aber die mangelnde Hygiene kann über die aufkeimende Mikrobiologie die Korrosionen ausüben. Ist im Caritasverband also in dem rund halben Jahr nach der Übergabe und vor der Inbetriebnahme regelmäßig gespült worden? Und was heißt regelmäßig: Täglich, wöchentlich, vierzehntäglich? Dieser Pfad beziehungsweise diese Frage inte­ressierte weder das Landgericht Essen noch das Oberlandesgericht Hamm. DVGW und ZVSHK sind hier gefordert, eine eindeutige Regelung herauszugeben. Man denke dabei auch an Wartungsverträge.

Zweitens: Die gemeinsame Forschung, wie im Summary gefordert, sollte schnellstmöglichst beginnen.

Drittens: Mit Punkt zwei verknüpft ist die Definition von Parametern, die korrosions- aber nicht hygienerelevant sind. Weiter vorne ist ja schon gesagt, dass sich die Wasser­analyse nur um die Hygiene kümmert. Insofern hilft sie bei der Auswahl der Werkstoffe dann nicht weiter, wenn es darüber hinaus noch Faktoren gibt, die nicht erfasst, aber für die Installation risikobehaftet sind. Auf einem Pressegespräch Anfang dieses Jahres mit dem Deutschen Kupferinstitut kam dieser Mangel der pflichtigen Wasseranalyse ebenfalls zur Sprache.

Das Urteil des OLG Hamm.
Quelle: Bernd Genath
Das Urteil des OLG Hamm.

Montag, 18.06.2018

Von Bernd Genath
Freier Journalist