Heizungsarmaturen noch im Plus

Gravierender Einbruch bei Gebäudearmaturen

Der „Corona“-Virus bremst die Hersteller von Gebäudearmaturen aus. Einigen Unternehmen drohe gar der Stillstand, befürchtet der VDMA.

Das Bild zeigt eine Heizungsarmatur.
Quelle: Eckhard Martin
Nur die Hersteller von Heizungsarmaturen konnten sich im Januar und Februar 2020 noch über ein Umsatzplus freuen – was angesichts solcher noch in Betrieb befindlicher Anlagen nicht verwundert…

Fehlende Arbeitskräfte aus dem Ausland und unterbrochene Lieferketten – auch die bislang boomende Bauwirtschaft wird immer stärker von COVID 19 ausgebremst. Darauf macht der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) aufmerksam.

„Vor dem Hintergrund der zunehmenden Ausbreitung des ,Coronavirus‘ weltweit bleibt die Baukonjunktur nicht mehr außen vor, sondern rechnet in den kommenden Monaten mit empfindlichen Einbußen. Auch bei Gebäudearmaturen trübt sich aktuell die Geschäftslage deutlich ein“, bewertet Wolfgang Burchard, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Armaturen, die aktuelle Lage.

Schon in den ersten beiden Monaten des Jahres schrumpfte das Auslandsgeschäft der Gebäudearmaturenhersteller recht deutlich um acht Prozent. Vor allem im Euro-Raum ging die Nachfrage sogar um 13 Prozent zurück.

Besonders schwer traf es die Sanitärarmaturenindustrie im Januar und Februar 2020: Im Ausland brach das Geschäft um 15 Prozent ein, was den Gesamtumsatz um sieben Prozent schrumpfen ließ. Bessere Ergebnisse erzielten die Hersteller von Heizungsarmaturen. Sie erzielten insgesamt einen Zuwachs von neun Prozent.

Einigen Herstellern drohe gar ein völliger Stillstand, weil beispielsweise aus Italien keine Vorprodukte mehr geliefert werden. Da neben Deutschland alle wesentlichen Absatzmärkte von der Corona-Krise ausgebremst werden, verschlechtern sich die Aussichten für die kommenden Monate merklich, befürchtet der VDMA.

Dienstag, 28.04.2020