Forum Bad goes digital

Die Digitalisierung ist unaufhaltsam, ob man will oder nicht. Das weiß auch der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK): „In naher Zukunft wird sich das Bad so wie wir es noch als Funktions- oder Wellnessbad kennen, zu einer multi-funktionalen und multi-medialen Erlebniswelt über alle Altersstufen hinweg entwickeln“, erklärte jüngst ZVSHK-Präsident Manfred Stather. Und beruft sich dabei auf die vom Verband erstellte „Trendstudie Smarte Bäder“.

Quelle: WimTec

Smarte neue Welt

„Im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel beobachten wir schon seit einigen Jahren die veränderten Anforderungen an das Bad. Jetzt erwarten wir im Zuge der rasanten Digitalisierung unserer Gesellschaft regelrechte Megatrends fürs Bad.“ Denn die Verbraucher wollen auch hier informiert und unterhalten werden. Neben Radio und Fernsehen wird ebenso das Internet ins Badezimmer einziehen. Auch bei den klassischen Badezimmerkomponenten wird die Digitalisierung zunehmend einsetzen. Ob Wasserauslaufmenge oder -temperatur in Dusche, Badewanne und Waschbecken, immer häufiger werden digitale Bedienelemente oder Apps auf dem Smartphone die Sanitärtechnik steuern.

„Für das SHK-Fachhandwerk wird es immer wichtiger werden, das Bad als komplett neu auszustattende, multimediale Erlebniswelt zu sehen und zu planen“, urteilt Manfred Stather. Schon heute verfügbare und zukünftige Produkte aus der Licht-, Unterhaltungs-, Pflege-, Hygiene- und Regelungstechnik müssen kundengerecht und nachhaltig geplant sowie professionell vernetzt werden.

Quelle: VDS/Shutterstock

Langer Umzug

Dass aber auch vermeintliche Mega-Trends manchmal ihre Zeit brauchen, zeigt die aktuelle Badstudie der VDS. Bereits zum siebten Mal ließ die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft umfangreiche Basisinformationen zur Badsituation der Bundesbürger ermitteln. Die für ca. 62 Millionen Deutsche ab 18 Jahren repräsentative Studie, bei der das forsa-Institut rund 3.000 Personen im Rahmen einer Online-Erhebung befragte, liefert nicht nur eine aktuelle Bestandsaufnahme, sie bietet auch konkrete Einblicke in badbezogene Erwartungen, Meinungen und Wünsche der Verbraucher.

Unter anderem natürlich in das Thema „Smartes Bad“. Bei der Frage, wie sich der Verbraucher sein Badezimmer wünscht, landete die bequeme Nutzung in jeder Lebensphase mit 90 Prozent auf Platz eins. Dem Sieger relativ dicht auf den Fersen sind „praktisch und funktional“ (84 Prozent) und die Eignung zum Entspannen und Wohlfühlen (83 Prozent). Die Ambitionen „qualitativ hochwertig“ (76 Prozent) und „umwelt- und energieschonend“ (72 Prozent) folgen auf das Spitzentrio. Der erstmals gezielt thematisierte Aspekt „gesundheitsfördernd“ bringt es auf Anhieb immerhin auf 41 Prozent. Und wo bleibt der Wunsch nach einem digitalisierten Bad? Laut Studie bildet er das Schlusslicht, denn erst am Ende der Skala taucht mit lediglich 15 Prozent der digitale Fortschritt auf.

In diesem Punkt dürfte die Erhebung für einige Ernüchterung sorgen. Sowohl bei der grundsätzlichen Badeinstellung als auch beim speziellen Produktkauf outen sich die Bundesbürger aktuell überwiegend als „Digitalisierungs-Muffel“.

Quelle: WimTec

Die elektronische Waschtischarmatur WimTec „Ocean E10“ mit Glasoberfläche in Weiß oder Schwarz verbindet Bedienkomfort mit hoher Ästhetik. Durch einen sanften Fingertipp startet der Wasserfluss und die „AquaCap“-Sensortasten beginnen zu leuchten. Diese visualisieren von blau über violett bis rot die gewählte Wassertemperatur. Die Temperatur und Durchflussmenge können schrittweise durch Tippen oder im Schnell-lauf durch Halten der Sensortasten reguliert werden. Zudem besitzt die Armatur eine Memory-Funktion.

Quelle: Viega

Die „Visign for Style sensitive“-WC-Betätigungsplatte von Viega ermöglicht eine berührungslose und hygienische Betätigung. Einfach die Hand am Funktionsfeld vorbeiführen und die Spülung startet. Das größere Feld steht für eine Vollspülung, das kleinere Feld symbolisiert die ressourcenschonende Teilspülung. Die hellgraue „Pixel-Wolke“ dient zudem auch als dezent grün schimmerndes Orientierungslicht im Dunkeln. Basis für die phosphoreszierende Wirkung ist ein aus der Uhrenindustrie bekannter nachleuchtender Lack, der sich sowohl durch Tageslicht als auch durch künstliches Licht immer wieder selbständig auflädt.

Freitag, 16.03.2018