DIvB gewinnt viele Neumitglieder

Auch inhaltlich will sich das Institut für vorbeugenden Brandschutz weiterentwickeln

Deutsches Institut für vorbeugenden Brandschutz befasst sich künftig auch mit geräte-integriertem Brandschutz und der Aufnahme des Brandschutzes in die Bauwerksdatenmodellierung.

Das Bild zeigt das Logo des Deutschen Instituts für vorbeugenden Brandschutz e.V.
Quelle: Deutsches Institut für vorbeugenden Brandschutz e.V.
Das DIvB befasst sich künftig auch mit geräte-integriertem Brandschutz und der Aufnahme des Brandschutzes in die Bauwerksdatenmodellierung.

Das Deutsche Institut für vorbeugenden Brandschutz (DIvB) hat die Zahl seiner Mitglieder seit Jahresbeginn um gut neunzehn Prozent gesteigert. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde ein Zuwachs von 62 auf 74 Mitglieder bekannt gegeben. Die jeweils vier Neuzugänge aus den Reihen der Brandschutzhersteller und -verbände sowie von Einzelpersonen spiegeln die Vielfalt der durch das DIvB vertretenen Brandschutzbranche wider.

„Mit dem Umzug der Geschäftsstelle von Köln nach Berlin und der Neuausrichtung Mitte vergangenen Jahres haben wir uns erfolgreich professionalisieren können. Das hilft uns jetzt, unser Netzwerk auszubauen“, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Instituts für vorbeugenden Brandschutz (DIvB) Jörg-Uwe Strauß im Rahmen der Mitgliederversammlung. Über den aktuellen Mitgliederzuwachs hinaus stehe das DIvB mit zahlreichen Brandschutz- und Feuerwehrverbänden und Verbänden der Bau- und Immobilienwirtschaft in Gesprächen über gegenseitige Mitgliedschaften und Kooperationen.

Inhaltliche Ergänzungen

Auch inhaltlich will sich das DIvB weiterentwickeln: der noch relativ neue geräteintegrierte Brandschutz wird gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung künftig Bestandteil des DIvB-Themenkanons sein: Damit sind unter anderem eingebaute Löschsysteme in elektronischen Steuerungen und Schaltschränken gemeint, die im Brandfall zum Beispiel ein chemisches Löschmittel, Kohlendioxid oder Stickstoff freisetzen und Brände in der Entstehungsphase bekämpfen.

Das im DIvB gebündelte Wissen soll künftig verstärkt weitergegeben werden. Die Mitglieder haben dazu ein neues Fachgremium gegründet, das die Voraussetzungen dafür erarbeiten soll, Brandschutzanforderungen und Vorschriften über eine Datenbank in Computerprogramme zur Bauwerksdatenmodellierung (BIM) einfließen zu lassen. Weitere Fachgremien sind in Planung.

Fortbildungsstandards ausgeweitet

Außerdem setzte die Mitgliederversammlung die neue DIvB-Richtlinie 200 in Kraft. Darin sind die Fachinhalte und Schwerpunkte der Praxis am Bau für eine einheitliche Fortbildung zum „Geprüften Fachbauleiter für vorbeugenden Brandschutz“ geregelt. Sie dient der erforderlichen Qualifizierung von Fachbauleitern im Sinne der Landesbauordnungen. Künftige Absolventen sollen zum Beispiel brandschutzkonforme Baustoffe, Bauarten und Produkte vorschlagen, mängelbehaftete Bauausführungen erkennen und alternative Ausführungen ausarbeiten können. So sorgen sie nicht nur für die Vermeidung fehlerbedingter Mehrkosten, sondern auch für einen den Regeln entsprechenden sicheren Brandschutz. Als Ausbildungsträger sind unter anderem die BZB Akademie, EIPOS, die TH Köln, die TAS und die TU Kaiserslautern, die Vereinigung zertifizierter Sachverständiger in der Europäischen Union EWIV (ZERT) sowie der TÜV SÜD im Gespräch, die nach der DIvB-Richtlinie 100 bereits „Geprüfte Fachplaner und Geprüfte Sachverständigen für vorbeugenden Brandschutz“ ausbilden. Neuestes Projekt im Bereich der Fortbildungen ist die Erarbeitung von Standards im Brandschutzmanagement und Consulting, die DIvB-Richtlinie 300.

Dienstag, 25.06.2019