Branchen-News zu Covid 19

20. April

Viessmann stellt Teile der Produktion auf Beatmungsgeräte, mobile Intensivstationen, Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel um

Im Kampf gegen die COVID-19 Pandemie weitet die Viessmann Gruppe ihre gesellschaftliche Verantwortung aus. In einem umgerüsteten Teil der Produktion fertigt das Familienunternehmen nun – zusätzlich zu ihren Klima- und Energielösungen – auch Beatmungsgeräte, mobile Versorgungsstationen, Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel.

Eine der Fertigungslinien für Gas-Wandgeräte am Unternehmensstammsitz im nordhessischen Allendorf (Eder) wurde innerhalb weniger Tage auf die Herstellung der genannten Produkte umgebaut. Dass es überhaupt möglich war, in so kurzer Zeit ein vereinfachtes Beatmungsgerät entwickeln zu können, ist dem Aufbau eben jener Gas-Wandgeräte zu verdanken. Zum einen konnten viele Bauteile der Gaswandgeräte wie z.B. der elektronische Gas-Luftverbund für das Beatmungsgerät übernommen werden. Zum anderen verfügt Viessmann über eine sehr flexible Fertigung, die in kürzester Zeit auf die neuen Anforderungen angepasst werden konnte.

Die zur Unternehmensgruppe gehörende Viessmann Technologies bietet fortan auch modulare Versorgungsstationen an, die ebenfalls einen elementaren Beitrag zur Behandlung schwer erkrankter COVID-19-Patienten leisten können. Dank der vorgefertigten und modularen Bauweise können die Einheiten schnell installiert werden, sie stehen in Modulgrößen für einen oder zwei Patienten zur Verfügung. Diese portablen Versorgungsstationen können in Innenbereichen aufgebaut werden, beispielsweise in Messehallen oder Sportarenen, aber – mit einer entsprechenden Abdeckung – auch im Freien.

Im Technischen Ausbildungszentrum der Viessmann Gruppe in Allendorf (Eder) wurde in weitgehender Eigenregie der jungen Kolleginnen und Kollegen eine Fertigungslinie zum Herstellen von hochwertigen Gesichtsmasken eingerichtet. Diese Masken wurden bereits an den Landkreis Waldeck-Frankenberg zur Weiterverteilung übergeben. Ab nächster Woche plant das Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit benachbarten Unternehmen und dem Landkreis bis zu 10.000 Masken pro Woche zu fertigen.

Ebenfalls das Resultat einer Mitarbeiteridee ist die Fertigung von so genannten "persönlichen Türöffnern", die auf den 3D-Druckern des Viessmann Prototypenbaus entstehen. Mit der Nutzung dieses einfachen, aber wirkungsvollen Tools muss niemand mehr eine Türklinke mit der Hand berühren.

16.April

Gesamte SHK-Branche ist als Teil der KRITIS anerkannt

Die gesamte SHK-Branche ist von der Bundesregierung als Teil der Kritischen Infrastruktur (KRITIS) eingestuft worden. Industrie, Großhandel und Handwerk der Heizungsbranche gelten folglich als systemrelevante Dienstleistungen. Mit den Produkten und Dienstleistungen sichert die SHK-Branche u.a. die Versorgung mit Energie, Wasser und Frischluft in Krankenhäusern, Altenheimen und anderen öffentlichen Einrichtungen oder etwa Notdiensteinsätze in Wohnhäusern. Die VdZ hatte sich Ende März mit einem Appell an die Bundesregierung gewandt und die Einstufung der gesamten Branchen gefordert.

"Wir danken der Bundesregierung für ihr rasches Handeln und die Ausweitung des KRITIS-Status auf Industrie und Großhandel. Die Heizungsbranche funktioniert nur als Dreiklang von Industrie, Großhandel und Handwerk und muss als Ganzes betrachtet werden", sagt Dr. Michael Pietsch, Präsident der VdZ. "Die nächsten Wochen und Monate werden entscheidend sein, was die Eindämmung der Pandemie und das Wiedererstarken der Wirtschaft anbelangt. Die Heizungsbranche ist hier gut aufgestellt. Durch die sehr guten Förderanreize zum Heizungstausch, die durch das Klimapaket seit Jahresanfang geschaffen wurden, sind wir optimistisch, dass wir als Heizungsbranche Konjunkturmotor der Wirtschaft werden können", so Pietsch weiter.

14.April

Montag, 29.06.2020